Gegen den FSV Frankfurt – „Die Hesse komme“

0:1-Niederlage in Halle – in der derzeitigen Situation ist der Rückrundenstart gründlich daneben gegangen. Und offenbarte alte Schwächen aus der Hinrunde – unnötige Defensivfehler, harmlose Offensive der Rot-Weißen. Erneut ein Spiel aus der Kategorie – „muss man nicht verlieren“. Für RWE zeigt die Tabelle den Weg vor – eine komplizierte Rückrunde unter engen finanziellen Verhältnissen sowie ohne personelle Auffrischung des Kaders im erneuten Kampf gegen den Abstieg. Klassenerhalt – ist einzig und allein das Ziel.

Im Sommer begann die Saison schon sehr ernüchternd mit der klaren Heimniederlage gegen den HFC Chemie. Doch im darauffolgenden Auswärtsspiel beim Zweitligaabsteiger FSV Frankfurt gelang bereits der erste Saisonsieg und setzte eine Serie von 5 ungeschlagenen Spielen ein. Ein gutes Omen? Das müssen unsere Fußballer am Samstag auf dem Platz zeigen – wenn der inzwischen gefestigte FSV Frankfurt zum Rückspiel nach Erfurt kommt.

Die Hessen hatten zum Saisonbeginn durchaus erhebliche Mühen, sich in Liga 3 zurecht zu finden. Bis zum 8.Spieltag brauchten die Männer von Trainer Roland Vrabec, um überhaupt den ersten Sieg einzufahren. Ab dem Zeitpunkt unterlagen sie bis zum letzten Wochenende jedoch nur noch zweimal, sammelten Punkte und kämpften sich von den Abstiegsplätzen hinauf ins Mittelfeld – Platz 12 mit 27 Punkten belegen sie aktuell und stehen in der Tabelle damit ein Stück vor dem FC Rot-Weiß Erfurt. Den Wiederaufstieg in Liga 2 hat man am Bornheimer Hang inzwischen abgeschrieben. Zu deutlich ist derzeit der Abstand auf die Aufstiegsplätze. 17 Abgängen nach dem Abstieg stehen 21 Neuzugänge aktuell gegenüber. Aus dem neu zusammen gestellten Team hat Trainer Vrabec langsam aber sicher eine Mannschaft geformt.

Die Frankfurter sind neben dem HFC Chemie, dem VfR Aalen sowie Hansa Rostock die Remiskönige der Liga – im Zweifelsfall ist die Mannschaft in der Lage, wenigstens einen Punkt aus einer Partie mitzunehmen. Es gab bei Niederlagen stets sehr knappe Ergebnisse. Dafür ließen einige Siege aufhorchen in der Hinrunde – der erste Sieg am 8.Spieltag gegen Preußen Münster mit 4:1, ebenso das 6:0 gegen Fortuna Köln, ein 3:0 gegen den SC Paderborn. Alle Erfolge allerdings am heimischen Bornheimer Hang. Mit 18 Punkten aus 11 Spielen sind sie eines der heimstarken Mannschaften der Liga geworden.

Auswärts gehört der FSV Frankfurt allerdings eher zum Tabellenende der Liga – 9 Spiele mit 9 Punkten. Bei genauerer Betrachtung sieht man jedoch – 1 Sieg (in Lotte), nur 2 Niederlagen (in Chemnitz und bei Mainz II). Dafür 6 Unentschieden bei 7:8 Toren. Das häufigste Auswärtsresultat der Hessen lautet 1:1.

Personell hat der FSV Frankfurt in der Winterpause noch einmal nachgelegt. Maderer (zurück zu Fürth) und den nicht überzeugenden Ex-Bundesligaspieler Chihi (nach Marokko) schickte man weg. Mit Russ (aus Würzburg) verstärkte man noch einmal die Abwehr. In der Offensive ergänzte man sich mit dem afghanischen Nationalspieler Salem ( von Holstein Kiel) und dem Ex-Erfurter Morabit ( vom 1.FC Heidenheim). Dringend nötig – der bisher beste Saisontorschütze der Frankfurter, Fabian Schleusener (8 Tore) fällt bis Saisonende aus wegen eines Kreuzbandrisses, den er sich in einem Testspiel in der Winterpause zuzog.

Die Auswärtsergebnisse der Frankfurter bisher sagen eigentlich eines – irgendwie einen Punkt mitnehmen. RWE wird sich am Samstag im Heimspiel auf ein Geduldsspiel einstellen müssen, wenn man dringend erforderliche 3 Punkte erreichen will. Meist schießen die Hessen ihr Auswärtstor, um ein remis zu erreichen. Defensive Fehler in Folge wie in 5 der letzten 6 Spiele kann sich RWE einfach nicht leisten – die zu 13 Gegentreffern führten. Ebenso wenig Offensivschwächen wie in den letzten 7 Spielen mit ganzen 4 Toren für RWE und mindestens 4 Spielen, die vollkommen unnötige Niederlagen waren. Das das Samstag gegen den FSV Frankfurt ein rassiges Fußballspiel wird, darf man bei der Auswärtsschwäche der Frankfruter sowie der Heimschwäche der Rot-Weißen derzeit eher nicht vermuten. Man wünscht den Spielern von RWE wirklich einmal den Glücksmoment, wo erarbeitete Chancen auch zu Toren genutzt werden und der Kopf wieder frei wird, die Beine nicht mehr so schwer sind und das Erfolgserlebnis sie endlich wieder beflügelt. Dazu beflügelt, zu zeigen, das sie es noch können – das Fußballspielen. Dazu erhofft sich die Mannschaft berechtigterweise auch die volle Unterstützung der treuen Fans – nur gemeinsam schafft man wohl den erneuten Kraftakt des Klassenerhaltes.

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Auf in den Kampf, die Rückrunde naht – zu Gast beim HFC

Das Jahr 2016 ging bescheiden zu Ende für RWE und das Jahr 2017 fing bescheiden an für RWE. Die letzten Spiele der Rückrunde volllkommen unnötig verloren und sich sportlich in der Tabelle in eine schwierige Ausgangslage gebracht. Die Reise nach Antalya mit Hindernissen und 2 torlosen Testspielen, die alte Erkenntnisse bestätigten – bei RWE drückt ganz vorn der Schuh. Die Eröffnungsfeier mit einem Test gegen Borussia Dortmund geplatzt. Es gab schon schönere Erlebnisse in Erfurt.

Solche Dinge können jedoch zusammenschweißen und zum Effekt „Jetzt erst recht “ führen. Die Mannschaft ist in der Lage , defensiv einen ziemlichen Beton anzurühren. Trotzdem gab es erwähnte unnötige Niederlagen vor Weihnachten – weil die individuellen Aussetzer in der Mannschaft mehrere Spieler erfassten bei Gegentoren. Es fehlt die Balance im Spiel, trotz guter Defensive aufgetretene Fehler offensiv auszubügeln und nicht ohne Ergebnis dazustehen. Das konnte die Mannschaft vor Weihnachten nicht. In der Rückrunde im neuen Jahr muss sie das können – um nicht erneut eine ganze Rückrunde permanent sowie nervenaufreibend im Abstiegskampf zu verbringen.

Ganz anders sieht es beim samstäglichen Gegner Hallescher FC Chemie aus. Sportdirektor Böger und Trainer Schmidt grüßen nach einer Halbserie einer von ihnen zusammen gebastelten Mannschaft aktuell von Platz 4 in Reichweite von Aufstiegsplätzen. Neben dem MSV Duisburg stellt der HFC die zweitbeste Defensive der Liga – einer der wichtigsten Gründe, warum man da oben steht. Denn sehr viel mehr Tore geschossen wie der RWE hat der HFC auch nicht. Das Thema Chanceverwertung steht in Halle bei der Rückrundenvorbereitung ganz oben auf der Agenda. Die Zielsetzung der Rückrunde bleibt für Trainer Rico Schmitt : „48 Punkte und einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.“ Von Aufstieg oder dergleichen spricht in Halle niemand. Seit der Heimniederlage im DFB-Pokal Ende Oktober 2016 gegen den HSV hat der HFC ausser dem Derby in Magdeburg kein Pflichtspiel mehr verloren. Am letzten Wochenende hieß die Generalprobe der Hallenser SV Westerhausen im Nachholespiel des Landespokales – der HFC hing 2 Runden zurück durch den DFB-Pokal. Im eigenen Stadion gewann der HFC das Spiel mit 9:0.

Allerdings wird Trainer Schmitt seine bisher starke Defensive – ganze 14 Gegentore in 19 Spielen – gewaltig umbauen müssen gegen RWE. Der starke Sechser Klaus Gjasula – der Mann mit dem Helm – fehlt wegen einer gelb-roten Karte aus dem letzten Ligaspiel gegen Holstein Kiel. Und auch Ex-RWE-Spieler Kleineheismann muss beim HFC wegen seiner 5.gelben Karte gegen Holstein Kiel am Samstag zusehen.

Deswegen wird die Aufgabe für RWE jedoch keineswegs leichter. Man hat wieder mehr Kadermöglichkeiten, weil inzwischen auch Jens Möckel so langsam wieder in den Kader hineinwächst. Will man in Halle bestehen, muss man zwingend das im Trainigslager gezeigte Defensivspiel konzentriert und ohne individuelle Patzer durchziehen. Unsere derzeitige Offensivschwäche zwingt uns dazu – weil wir entweder zu wenige Tormöglichkeiten herausspielen oder zu viele Möglichkeiten – so sie vorhanden sind – vergeben. Es fehlt vorn dieses Gallige, dieses Entschlossene, dieses mit aller Macht wollende – der Ball muss und soll ins Tor.

Der Mannschaft ist zu wünschen, das sie trotz aller Pleiten,Pech und Pannen immer den Kopf oben behält und ihre Ziele in der Rückrunde nicht aus den Augen verliert. Die Fans von RWE werden mit Sicherheit hinter dem gesamten Team stehen und drücken alle die Daumen dafür, das Ähnliches gelingt wie in der Rückrunde der letzten Saison. Damals hieß der Start Dynamo Dresden mit einem überraschenden Sieg voller Leidenschaft und Willen. Diesmal kann man es auswärts machen beim HFC und sich stärken für eine Rückrunde, die keinen Zweifel daran lässt – auch ab Sommer 2017 spielt der „Dino“ in Liga 3 mit.

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Schweres Duell gegen heim- und defensivstarke Kieler steht an

Ein voller Monat ohne Heimspiel für RWE – mit 3 Auswärtsreisen. Bevor es Ende November wieder zu Hause zum Ostduell mit dem Chemnitzer FC kommt, muss RWE im Pokal nach Hildburghausen und hat in der Liga die Auswärtsspiele bei Holstein Kiel und Preußen Münster zu absolvieren.

Dazu geht es Samstag auf die längste Auswärtsfahrt der Saison – gegen den KSV Holstein Kiel. Die Kieler – in der Saison 2014/2015 in der Relegation zu Liga 2 in der letzten Minute an 1860 München gescheitert – sind aktuell eines der besten Heimteams der Liga mit ganzen 4 Gegentoren. Allein der VfL Osnabrück konnte diese Saison an der Kieler Förde gewinnen. Nach der Entlassung von Trainer Karsten Neitzel wegen eines – nach Auffassung der Vereinsführung – schwachen Saisonstarts übernahm Ende August der ehemalige Bundesligaprofi und Leverkusener Jugendtrainer Marcus Anfang die Kieler „Störche“. Das bringt auch das Selbstverständnis rund um Holstein Kiel zum Ausdruck – ein Verein, der in die 2.Bundesliga will. Dort war man 1981 zuletzt sportlich ansässig. Danach waren es Jahre der Dritt- und Viertklassigkeit. Seit 2013 ist man wieder fester Bestandteil von Liga 3. Immerhin haben die Kieler sogar einen deutschen Meistertitel in den Vereinsannalen stehen – wenn auch aus dem Jahre 1912.

Die Duelle mit RWE in der Regionalliga Nord und Liga 3 fielen über die Jahre recht unterschiedlich aus.Während in der RL Nord die Kieler meist die Punkte holten, gestaltete sich das in Liga 3 eher zu Gunsten von RWE. In 4 Auswärtsspielen in Kiel gab es 3 RWE-Siege. Allerdings 2015 auch jene katastrophale 1:4-Niederlage in Kiel, in deren Folge RWE fast 1 Jahr lang komplett aus der Bahn geworfen wurde und 3 Trainer bei RWE arbeiteten, ehe Stefan Krämer RWE wieder in die Spur brachte. In der letzten Saison gewann RWE am letzten Spieltag in Kiel mit 3:0

Von einem erneut derart eindeutigen Ergebnis dürfte man jedoch bei RWE derzeit realistischerweise etwas entfernt sein. RWE tritt als eher offensivschwaches Team gegen eine der besten Defensiven der Liga an. Wiedersehen wird man dabei wahrscheinlich auch die Ex-Erfurter Kohlmann und Drexler – die nach Zweitligastationen bei Union Berlin bzw. dem VfR Aalen nun für die Kieler „Störche“ spielen – und den ehemaligen RWE-Kapitän Rafael Czichos. Dazu kommen bei Holstein Kiel die zweitligaerfahrenen Fetsch und Dürholtz ( beide von Dynamo Dresden gekommen) sowie der starke defensive Mittelfeldspieler Peitz – ehemals auch bei Union Berlin und dem Karlsruher SC in der 2.Liga viele Jahre Stammspieler gewesen. Holstein Kiel spielt taktisch diese Saison vor allem ein 4-1-4-1-System.

Bei RWE wird wahrscheinlich Kapitän Mario Erb wieder mit von der Partie sein. Das gibt Trainer Stefan Krämer nach langer Zeit wieder einmal so ein bißchen die Qual der Wahl bei der defensiven Aufstellung der Mannschaft. Und Defensive – deren gutes Stehen sowie Arbeiten wie zuletzt gegen Wehen – ist an der Kieler Förde echt gefragt – um keinen bösen Sturm zu erleben. Chancenlos fährt RWE sicher nicht nach Kiel – wenn die Mannschaft insgesamt wieder konzentriert arbeitet und spielt und vor allem offensiv mehr Mut zum Abschluß findet.

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26.November – Chemnitzer FC – alle Mann ins SWS

Mutter.Vater, Schwester, Bruder, Oma, Opa, Cousine oder Cousin, die Kinder, Freunde und Bekannte – jeder bringt einen Zuschauer mehr mit. Und nach dem Spiel ziehen alle an die RWE-Hütte auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt.

„Matchday“ ist „Feiertag“ für alle Rot-Weißen.

Quelle:RWE-TV

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Duell der Landeshauptstädte Erfurt und Wiesbaden steht an

Am Samstag geht es nach der frustrierenden und absolut unnötigen 0:1-Niederlage von RWE gegen Werder II weiter in der Liga gegen den derzeitigen Tabellen-8. SV Wehen-Wiesbaden. Die hessischen Landeshauptstädter stehen gerade einmal 3 Punkte vor RWE in einem recht konzentrierten Mittelfeld von Platz 5 bis 16. Die vielfach getätigten Aussagen über eine „sehr enge Liga“ scheinen sich vor allem in dieser Saison zu bestätigen. Es reichen wenige Spieltage mit laufendem Erfolg oder laufendem Mißerfolg, um sehr prägnant die Tabellenplätze zu wechseln.

Nachdem RWE sich scheinbar mit einem Remis und einem Sieg wieder konsolidiert hatte, gab es nun den Rückfall in Bremen. Spannend macht das Spiel am Samstag die Konstellation, das zwei heimschwache Teams aufeinandertreffen. Mit dem markanten Zusatz – neben Aalen ist der SV Wehen Wiesbaden DAS Auswärtsteam der Liga. Eine Niederlage – Osnabrück. In Lotte und Münster spielte man remis. Bei den Kellerkindern Zwickau, Mainz II sowie Bremen II siegte man.

Trotzdem sollten von den Kadern beider Vereine hier 2 Mannschaften auf Augenhöhe aufeinandertreffen. Trainer Torsten Fröhling – gebürtiger Mecklenburger, als Spieler ehemals für den HSV, St.Pauli sowie den VfB Lübeck in 1. und 2.Bundesliga unterwegs – übernahm im März 2016 (nachdem er bei 1860 München entlassen worden war im Oktober 2015) die damals stark abstiegsgefährdeten Wehener. Der Klassenerhalt in Liga 3 wurde letzte Saison quasi in der Schlusssekunde sichergestellt. Das 3:1 gegen den VfB Stuttgart II durch Alf Mintzel in der 90.+ 4.Minute am letzten Spieltag sicherte dem SVWW die Liga. Ein Tor weniger -dann wären sie abgestiegen, da sie bei Punkt-und Tordifferenzgleichheit zu den Stuttgarter Kickers und Werder Bremen II dann weniger Tore auf dem Konto gehabt hätten.

In der aktuellen Saison gelang es Trainer Fröhling, den SVWW bisher zu stabilisieren. Vor allem offensiv hat man nachgelegt – von Dynamo Dresden kam der bei Hertha BSC ausgebildete offensive Mittelfeldspieler Robert Andrich, im Sturm ergänzte man sich mit Manuel Schäffler aus Kiel sowie Stephane Mvibudulu von den Stuttgarter Kickers. Im Spiel in Erfurt wird der hochtalentierte Lucas Schnellbacher wegen einer Verletzung fehlen. Ebenso wird Abwehrspieler Kovac nach gelb-rot im letzten Punktspiel gesperrt fehlen.

Die RWE-Bilanz gegen die Hessen ist eher durchwachsen. In 22 Partien der RL Süd und Liga 3 gewann RWE 7mal, spielte 6mal remis und unterlag 9mal – 28:29 Tore stehen zu Buche. Darunter jenes sensationelle 6:1 von RWE in 2003 auf dem alten Waldsportplatz in Wehen in der Aufstiegssaison 2003/2004 – als Branko Okic, Co-Trainer Ronny Hebestreit und Rene Müller zuschlugen bei einem Eigentor vom heutigen Manager Traub.

Von solchen Resultaten ist man derzeit weit entfernt in den Duellen gegen den SVWW. In den Heimspielen bisher in Liga 3 war es eher meist ein zäher und sehr unangenehmer Gegner – mit zumeist schlechterem Ausgang für RWE in Form eines remis oder sogar Heimniederlagen. Nur einmal gewann man seit 2009 zu Hause gegen Wehen – das dann gleich richtig mit 3:0 in der Saison 2013/2014. An der personellen Situation wird sich bei RWE wenig bis nichts ändern – Luka Odak wird wieder dabei sein und Jannis Nikolaou hat scheinbar das Ziel, auf seine fünfte Gelbe bis Weihnachten zu warten. Das Spiel dürfte möglicherweise wieder solch ein Abnutzungskampf werden wie gegen den 1.FC Magdeburg. Man darf der Mannschaft wünschen, das sie das eigentlich gute Defensivspiel trotz vieler Umstellungen mal wieder ohne Gegentor schafft und vorn mehr Gier, mehr Konsequenz, mehr Willen und mehr Durchsetzen beim Abschluss gezeigt werden. Und man endlich wieder einmal die wahrscheinlich wenigen Chancen nutzt zu einem eminent wichtigen Dreier – um vor dem nächsten Auswärtsspiel in Kiel nicht erneut in eine Negativspirale zu kommen.

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Sonntag im Bremer Weserstadion gegen Werder II

Durchatmen rund um den Verein – nach dem knappen und letztlich verdienten Sieg gegen den 1.FC Magdeburg hat RWE den Anschluss gehalten an das sehr große und breite Mittelfeld der Drittligatabelle. Zugleich beendete man eine Serie von 4 Spielen ohne Sieg erstmals wieder mit einem Erfolg. Nun geht es am Sonntag zum Auswärtsspiel gegen den SV Werder Bremen II – diesmal allerdings statt dem „berüchtigten “ Platz 11 ins Original – in das Bremer Weserstadion – die Wildkaninchen haben an den Tribünen von Platz 11 alles unterhöhlt. Da die Bundesligamannschaft des SV Werder zeitgleich nach Leipzig muss, dürften sportlich gesehen kaum Spieler des Bundesligakaders die abstiegsbedrohte Zweitvertretung unterstützen. Fantechnisch wäre es jedoch denkbar, das größere Teile der Bremer Fanszene -wie vorher andere Bundesligisten – unter Umständen dieses Auswärtsspiel in Leipzig boykottieren und stattdessen ihre Zweitvertretung im Drittligapunktspiel supporten. Das könnte dann auch eine Zuschauerzahl geben, die in dem großen Stadion wenigstens etwas Atmosphäre hergibt und das Ganze nicht wie ein Geisterspiel wirken lässt.

Werder II gehört derzeit neben Mainz II, Münster sowie dem FSV Zwickau zu der Gruppe am Tabellenende, die mit mindestens 6 Punkten Rückstand auf das Mittelfeld er Tabelle aufpassen muss, nicht frühzeitig in der Saison den Anschluss zu verlieren. Seit 2005 kam es in der Regionalliga Nord sowie in Liga 3 zu 16 Pflichtspielen beider Mannschaften – mit eindeutig positiver Bilanz für RWE – 10 Siege, 4 remis und nur 2 Niederlagen und 22:14 Toren. Auf Platz 11 in Bremen tat sich RWE jedoch stets schwer – 4 Siege, 2 remis, 2 Niederlagen – mit 0:3 die deutlichste allerdings schon 2005. Die letzte Niederlage in Bremen datiert allerdings bereits aus 2009. Auch bei den Auswärtssiegen gab es für RWE stets nur knappe Ergebnisse mit einem Tor Unterschied auf Platz 11 in Bremen. In der letzten Saison gewann man dort knapp mit 1:0 im Abstiegskampf.

Von bisher 5 Heimspielen dieser Saison konnte Bremen II nur 2 gewinnen bisher – 2:1 gegen Mainz II – und ein deutliches 4:2 gegen den VfL Osnabrück, das es in sich hatte. In den anderen Spielen gegen Lotte, Zwickau sowie Wehen gab es teilweise deutliche Heimniederlagen. Nach dem Aufrücken von Alexander Nouri als Trainer der Bundesligamannschaft hatte bei Bremen II kurzzeitig der ehemalige Bundesligaspieler Thomas Wolter das Sagen – 14 Jahre spielte er für Werder in der Bundesliga und ließ noch 2 Jahre die Karriere in der zweiten Mannschaft ausklingen, von 2002 bis 2013 trainierte er selbst Werder II . Seit Anfang Oktober ist Florian Kohlfeldt verantwortlich für die U23 von Werder Bremen. Die letzten 4 Spiele gab es nur Niederlagen für Werder II.

RWE ist gut beraten, die gut ausgebildeten Bremer Nachwuchsspieler nicht zu unterschätzen- trotz deren prekärer Tabellensituation. Häufig geht den jungen Spielern eher die Erfahrung , teilweise auch die Robustheit im Wettspielbetrieb sowie das Umsetzen des taktischen Verhaltens ab. RWE selbst wird erneut personell gebeutelt dieses Auswärtsspiel bestreiten müssen. Neben den ohnehin Langzeitverletzten Möckel, Laurito, Hergesell, Benamar -dazu der verletzte Kapitän Erb – fehlt auch der gesperrte Luka Odak. Trainer Krämer muss also erneut die Abwehr umbauen. Dazu kommen die angeschlagenen Kammlott, Brückner und Bergmann aus dem Magdeburg-Spiel – die jedoch alle 3 fit werden könnten bis Sonntag. Sollte doch der eine oder andere fehlen – wird es personell richtig eng. Doch auch dann sollte die Mannschaft sich ihres Teamgeistes, der Moral und des Zusammenhaltes aus dem Magdeburg-Spiel besinnen. Ein weiterer Dreier aus diesem Spiel verschafft Verein und Mannschaft weitere Luft nach hinten auf die Abstiegsplätze und die Etablierung im sicheren Mittelfeld.

Fraglos werden auch die Fans wieder eine wichtige Rolle spielen – als 12. Mann für die personell gebeutelte Mannschaft. Das Erlebnis, mal im Weserstadion zu spielen, sollte möglichst viele Fans animieren, sich Sonntag auf den Weg nach Bremen zu machen und die Mannschaft zu unterstützen.

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Bieber lässt Rot-Weiß Erfurt jubeln

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Der FC Rot-Weiß Erfurt hat am Samstag im heimischen Steigerwaldstadion den 1.FC Magdeburg mit 1:0 bezwungen. Der goldene Torschütze war im hartumkämpften Spiel kurz vor Schluss Christopher Bieber per Flugkopfball.

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Der 1.FC Magdeburg kommt- traditionsreiches Duell im Steigerwaldstadion am Samstag

Am Samstag erwartet den FC Rot-Weiß Erfurt im heimischen Steigerwaldstadion zum 11.Spieltag mit dem 1.FC Magdeburg ein richtig harter Brocken und dazu ein neues Kapitel in einem nun bereits 55 Jahre währenden Duell gegeneinander – begonnen in der ehemaligen DDR-Oberliga und später in den Regionalligen Nordost, Nord sowie in Liga 3 fortgesetzt. In bisherigen 70 Pflichtspielen gegeneinander siegte RWE 21 mal, spielte 19 mal remis und unterlag 30mal mit einem Torverhältnis von 106:116. Das drückt bereits aus, das es zumeist recht enge Spiele waren. Das erste Spiel gegeneinander überhaupt bestritten beide am 3.Spieltag der DDR-Oberliga 1961/1962 – der damalige SC Turbine Erfurt siegte beim damaligen SC Magdeburg mit 4:3. Dreifacher Torschütze in diesem Spiel war der leider viel zu früh verstorbene Sömmerdaer Rainer Knobloch.

Die Magdeburger hatten in früheren Zeiten legendäre Erfolge – als einziger ehemaliger DDR-Verein gewannen sie einen Europapokal 1974. Zahlreiche bekannte Spieler gingen aus ihren Reihen hervor. Mit der Wende ging es jedoch den Magdeburgern wie dem RWE – maximal für drittklassigen Fußball reichten die Möglichkeiten, gelegentlich machte der 1.FCM im DFB-Pokal nachdrücklich auf sich aufmerksam. Ab dem Jahr 2000 mussten die Magdeburger sogar hinunter in die Viertklassigkeit – aus der sie zwischen 2006 bis 2008 kurzzeitig einmal in der Regionalliga Nord auftauchten, um dann wieder bis 2015 in Liga 4 abzutauchen. Mit dem Aufstieg 2015 setzte der 1.FCM ein erstes Achtungszeichen, schaffte souverän den Klassenerhalt und spielt auch in der neuen Saison nach schlechtem Start eine gute Rolle derzeit. Nicht wenige sehen beim 1.FCM das Potential, langfristig die zweite Bundesliga zu erreichen – ebenso bringt der 1.FC Magdeburg beeindruckende Zuschauerzahlen zu Hause sowie auswärts für einen Drittligisten. Nach zuletzt 4 Siegen in Folge kommen die Blau-Weißen mit breiter Brust an den Steigerwald. Darunter sind auch 2 Auswärtssiege – 3:2 in Münster sowie 3:0 in Wehen. Das beschert ihnen aktuell Platz 9 in einem breiten oberen Mittelfeld mit gerade 1 Punkt Rückstand auf einen Aufstiegsplatz. Mit dem Ex-RWE-Spieler Christian Beck – der einige Jahre brauchte, um in Magdeburg seine fußballerische Heimat zu finden – bringt man auch den aktuellen Torschützenkönig mit – 7 Tore in 10 Spielen. Bereits in der Premierensaison 2015/2016 landete Beck in der Torjägerliste auf Platz 2 mit 19 Toren in der Saison.

Weniger rosig ist vor diesem Duell die Situation für den FC Rot-Weiß Erfurt in vielerlei Hinsicht. Nach einer eklatanten Heimniederlage am 1.Spieltag gegen den HFC Chemie sowie vielen Unzulänglichkeiten im unfertigen Stadion bei diesem Spiel schreckte das offenbar auch neugierige Zuschauer ab – denn trotz einer Serie von 5 Spielen ohne Niederlage sackte der Zuschauerschnitt deutlich ab trotz Ligaschwergewichten wie Paderborn und Duisburg im neuen Stadion. Der permanente politische Dauerzoff um das Stadion zwischen Stadt Erfurt als Eigentümer und Bauherr, Baufirma Köster und den Problemen um den Betreiber ARENA GmbH zieht immer wieder den Verein negativ mit hinein. Das sind fortwährend Schlagzeilen, die kaum positiv dazu beitragen, das neue Stadion als verbesserte Chancen für den Verein darzustellen oder gar gezielt vereinsseitig daran zu arbeiten – auch für die finanziellen Verhältnisse des Vereines eine alles andere als förderliche Situation. Das sorgt dann ebenfalls für Frust und Verstimmung bei Fans und Mitgliedern des Vereines – auch wegen der nun zweiten Absage des geplanten Eröffnungsspieles.

Neben diesen Problemen von außen kommen sportliche Probleme hinzu, die nicht gerade dazu animieren, in Scharen ins Steigerwaldstadion zu strömen. Eine Serie von zuletzt 4 Spielen ohne Sieg mit einer Bilanz von 2:8-Toren ist da nicht attraktiv. Aus dem Kader fehlen derzeit alle 4 Innenverteidiger verletzt – eine Situation, die man so noch nicht hatte im Verein. Dazu weitere Verletzte wie Benamar. Trainer Stefan Krämer hat im Training einen problematisch kleinen Kader zur Verfügung und setzt selbst die Co-Trainer – alles ehemalige Spieler – mit ein im Trainingsbetrieb. In den letzten Spielen musste er stets eine neue Formation finden. Das trägt wenig zu einer eingespielten sowie taktisch geschulten Mannschaft bei.

Alles Jammern hilft jedoch nichts – Trainer Krämer wird eine spielfähige Formation finden, die er auf das Feld schickt. Mit den Fans im Rücken als 12.Mann – die sind diesmal angesichts des stimmgewaltigen Magdeburger Anhangs besonders gefragt, um der Mannschaft den Rücken zu stärken. Und die Mannschaft selbst kann sich mit einer engagierten Leistung in diesem Spiel wieder viel Kredit zurückholen im bisweilen schwierigen RWE-Umfeld in der Stadt Erfurt. Da hilft Begeisterung der RWE-Fans sowie bedingungslose Unterstützung in den 90 Minuten auf jeden Fall. Für RWE ist es dann das 315.Spiel in Liga 3 – der „Dino“ hat bisher eine ausgeglichene Bilanz von 116 Siegen, 82 remis und 116 Niederlagen bei 405:400 Toren. Mit einem Sieg hievt man sich sportlich in der Tabelle nach oben, festigt wieder das Selbstvertrauen und gestaltet die Bilanz in Liga 3 wieder ein wenig positiv.

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SCHOTT mit 5:1 besiegt-Viertelfinale erreicht

Mit 5:1(2:1) siegte RWE gestern im Abbe-Sportfeld gegen den Oberligisten SV SCHOTT Jena im Achtelfinale des Thüringenpokals vor 1024 Zuschauern, davon rund die Hälfte aus Erfurt.

In Halbzeit 1 brauchte RWE einige Zeit, um in das Spiel zu kommen. Mit dem umstrittenen 0:1 durch Petrik in der 18.Minute kamen kurzzeitig ungute Erinnerungen an das verlorene Pokalfinale von 2013 auf. Doch bereits 6 Minuten später köpfte Christopher Bieber unhaltbar nach Brückner-Freistoßflanke zum 1:1 ein, Theodor Bergmann erhöhte in der 45.Minute mit einem schönen Freistoß aus ca 35m auf 2:1 für RWE mit dem Pausenpfiff.

In HZ 2 übernahm dann RWE das Spiel und erhöhte den Spielstand auf 3:1 durch Kammlott(58./11m nach Foul an ihm). Mit einem schönen Spielzug von Brückner und Aydin im Doppelpass schaffte Brückner das 4:1(62.). Den Schlusspunkt zum 5:1 setzte der eingewechselte Ihenacho (78.), der mit einem schönen Steilpaß eingesetzt wurde, allein auf den Schott-Torwart lief und diesem keine Chance bei seinem Flachschuß in die linke untere Ecke ließ. In der letzten Spielminute hielt dann Domaschke noch einen Strafstoß für Schott, der dermaßen unmotiviert geschossen war, das Domaschke den Ball auf der Linie stehend einfach ganz normal fangen konnte.

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SCHOTTen dicht – Viertelfinale im Landespokal erreichen

Am Sonntag geht es wie fast immer die letzten Jahre einmal jährlich ins berüchtigte Abbe-Sportfeld – Pokalzeit ist angesagt um 15.00 Uhr. Und nein – gegen den Erzrivalen kann man sich dieses Jahr leider nicht revanchieren – diesmal blamierte er sich als Cupverteidiger in Runde 2 auf dem Sondershäuser Göldner.

Trotzdem möchte man gern wieder etwas gerade rücken- jene blamable und unfassbare Finalniederlage gegen den kleineren Verein namens SCHOTT aus derselben Stadt im Jahre 2013. Nach geglücktem Abstiegskampf sowie anschließenden personellen Querelen rund um abwanderungswillige Spieler und Trainer hatte man jenes Endspiel gegen den damaligen Oberligaaufsteiger wohl zu sehr auf die leichte Schulter genommen und erhielt prompt die Quittung dafür.

Es wird trotz Ausscheidens des Pokalverteidigers definitiv jedoch nicht einfacher gegen SCHOTT und insgesamt im Pokal. Von damals sind etliche SCHOTT-Spieler auch noch in der heutigen Mannschaft. Die wissen noch, wie das damals ging. Von RWE-Seiten ist bis auf Klewin und den verletzten Möckel niemand mehr dabei, der damals diese Niederlage mit verursachte.

Trainer Krämer und die Mannschaft wissen sehr wohl, was auf dem Spiel steht – nicht nur ein ramponiertes Image als klassenhöchster Verein, der seit 7 Jahren den Pott nicht gewonnen hat. Auch Geld und Ansehen sowie verbesserte finanzielle Möglichkeiten bringen der Gewinn des Landespokales mit sich – um in der Liga auch sportlich nachrüsten zu können. Experimente wird der Trainer wohl kaum eingehen. Es liegt nun an der Mannschaft, mit aller Macht dieses Spiel zu gewinnen und für den Einzug in das Viertelfinale zu sorgen.

Ganz einfach wird das sicher nicht – SCHOTT hat in der bisherigen Oberligasaison nur 1 Niederlage kassiert, die letzten 4 Spiele garnicht verloren und nach 7 Spielen mit 12 Punkten und 9:6 Toren derzeit Platz 5 inne. Sie werden wieder kompakt stehen, auch sehr körperlich und robust spielen und so lange wie möglich auf die erneute Überraschung aus sein. Man sollte aus dem Spiel 2013 auch gelernt haben, nicht derart fahrlässig und schludrig wie damals mit seinen Chancen umzugehen und diesen Gegner mit dem nötigen Ernst zu bespielen.

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[ronry]

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