Rot-Weiß muss wieder aufstehen gegen Wehen Wiesbaden

So gut die englische Woche an jenem Freitagabend in Osnabrück auch begann – der weitere Verlauf war ernüchternd. Gegen die SpVgg Unterhaching reichte es nicht und beim Karlsruher SC wurde in Halbzeit 2 trotz Dominanz das alte Übel sichtbar – wir schießen keine Tore. Und so muss es frustrierend sein für Mannschaft und Trainerteam, wieder einmal die Erkenntnis zu haben – wir haben dann gut mitgespielt, das Ergebnis spricht gegen uns.

Zum samstäglichen Heimspiel kommt mit dem Gast aus der hessischen Landeshauptstadt – dem SV Wehen Wiesbaden – eine Mannschaft zu uns, die oft eher als „graue Maus“ wahrgenommen wird. Sportlich sind die Hessen uns jedoch derzeit um Längen voraus. Platz 4, 20 Punkte eingesammelt, 17:6 Tore – viertbeste Offensive der Liga, beste Defensive der Liga. Allerdings – ausser dem imposanten 4:0-Auswärtssieg in Osnabrück und dem 5:0-Heimsieg am letzten Wochenende gegen die SG Sonnenhof Großaspach hatte der SVWW in der Summe sehr knappe und sehr enge Spielausgänge. Ohne diese beiden hohen Siege wäre das Torverhältnis nur 8:6 aus weiteren 8 Spielen.

Cheftrainer Rüdiger Rehm – vorher sehr erfolgreich in Großaspach – coacht die Hessen seit dem Februar 2017. Zum damaligen Zeitpunkt standen sie mit RWE gemeinsam im Abstiegskampf. 1:0 für RWE zu Hause und 0:0 in Wiesbaden – so endeten die Partien in der vergangenen Saison. Im Kader fand im Sommer kaum ein großer Umbruch statt. Für die offensiven Spieler Lorenz (zum KSC) und Schnellbacher (zum VfR Aalen) kamen mit Andrist (Hansa Rostock) ein starker offensiver Mittelffeldspieler sowie mit Diawusie (RBL A-Junioren), Dittgen (1.FCK) zwei talentierte Stürmer. Ergänzt von den Mittelfeldspielern Kuhn (SV Sandhausen), Lorch (Großaspach), dem Abwehrspieler Reddemann (RBL II) und Torwart Watkowiak (Mainz II). Ansonsten ist der SVWW ein relativ eingespieltes Team, das taktisch meist ein 4-4-2 mit einer Doppel-6 bevorzugt.

Außer dem überraschenden 4:0 in Osnabrück gelang dem SVWW auswärts in der Saison nicht unbedingt sehr viel – 1:2 beim KSC, 0:0 bei Werder II, 1:2 beim HFC, zuletzt ein 1:0 in Lotte. Zwischen RWE und dem SVWW gibt es seit dem Jahr 2000 in der Regionalliga Süd eine recht ausgeglichene Bilanz – 24 Pflichtspiele gegeneinander – 9 Siege SVWW, 7 remis, 8 Siege RWE bei 29:29 Toren. Bei den Spielen im Steigerwaldstadion in Liga 3 ist die Bilanz ebenfalls ausgeglichen – 8mal traf man sich in Erfurt, 2 Siege RWE, 4 remis und 2 Siege SVWW bei 9:8-Toren für RWE sind die Bilanz. Zuletzt gelang den Gästen im Frühjahr 2015 ein Sieg in Erfurt

RWE ist Tabellenletzter nach der englischen Woche – und muss zwingend punkten, um in der Tabelle nicht den Anschluß zu verlieren. Zumal nachfolgend die Pokalpartie beim FCC sowie ein schweres Auswärtsspiel bei Fortuna Köln kommen. Das personell Liridon Vocaj nach langer Verletzungszeit wieder trainiert und eventuell im Kader steht ist schon einmal personell ein Fortschritt. Nach wie vor bleiben die Personalien Bergmann und Uzan offen. Bei Kammlott weiß man auch noch nicht genau, ob er gegen den SVWW wieder dabei sein kann.

Bestehen kann man gegen den sehr kompakten und unangenehm zu bespielenden SVWW nur, wenn wieder die gewohnte Stabilität in der Defensive erreicht wird. Da gab es zuletzt gegen Unterhaching und Kalrsruhe einigen Anlaß zur Kritik. Fehlende Schnelligkeit, fehlende gedankliche Frische und gehäufte falsche Entscheidungen in etlichen Situationen ließen die Abwehr stellenweise bedenklich wackeln.

Hauptproblem Nummer eins bleibt jedoch die fehlende offensive Durchschlagskraft bei RWE. Hatte man zu Hause im Derby und in Unterhaching kaum eigene Chancen erspielt, funktionierte das auswärts in Osnabrück sowie in Halbzeit 2 beim KSC deutlich besser. Ertrag waren jedoch lediglich 2 Tore in 4 Spielen. Die Frage ist, ob man gegen die beste Defensive der Liga sich genügend Chancen erspielt – und diese endlich auch einmal zielstrebig abschließt sowie mit Willen und Torgeilheit darauf aus ist, den Ball in das Tor zu bekommen.

Dem geneigten RWE-Fan, so er denn am Samstag zahlreich ins Stadion kommt, bleibt nichts anderes übrig als das Prinzip Hoffnung. Hoffnung darauf, das die Mannschaft sich mental nicht herunterziehen lässt vom letzten Tabellenplatz. Hoffnung darauf, das RWE in seiner Inkonstanz wieder einmal ein konstant gutes Spiel abliefert. Hoffnung darauf, das bei den offensiven Spielern endlich einmal der Knoten platzt und sie Tore schießen. Hoffnung darauf, das der Mannschaft ein Sieg geingt.

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[ronry]

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Dritter Sieg in Folge gegen Unterhaching?

Englische Woche – eine Disziplin, die dem RWE in den letzten beiden Spielzeiten nicht immer unbedingt gut gelungen ist. Auch in der neuen Saison holte man in der ersten englischen Woche gegen Magdeburg, Hansa und Zwickau nur einen Punkt.

Nach dem remis in Aalen und dem Derbysieg stieg die Mannschaft mit einem Auswärtssieg in Osnabrück in die zweite englische Woche der noch jungen Saison ein. 3 Spiele ohne Niederlage und die Chance auf einen dritten Sieg in Folge – das gab es lange nicht mehr bei RWE. Im Frühjahr 2017 gab es einmal eine Serie mit 5 remis am Stück. Im April 2016 gelangen der Mannschaft sogar 4 Siege am Stück – die damals Grundlage des Klassenerhalt waren. Nun hat man gegen den Aufsteiger SpVgg Unterhaching die Chance, den dritten Dreier in Serie einzufahren. Jene Mannschaft, die man durch einen 1:0-Heimsieg im Mai 2015 zum Absteiger in die Regionalliga machte und sich selbst zum Schluß der Saison 2015 von einer unglaublichen Niederlagenserie in der Rückrund befreite.

Die SpVgg Unterhaching begann im Sommer 2015 mit Trainer Claus Schromm – mit wenigen Ausnahmen seit 1999 bei den Randmünchenern im U19-Bereich, der ersten Mannschaft sowie als Sportlicher Leiter tätig- den Aufbau einer neuen Mannschaft. Schromm hatte die SpVgg in der Rückrunde 2015 schon geführt interimsweise – konnte damals jedoch den Abstieg nicht verhindern. Nach einem Jahr der Konsolidierung in der RL Bayern – in dem sie an Jahn Regensburg nicht vorbei kamen und nur Vierter wurden –
lösten sie die Aufgabe Regionalliga in der Saison 2016/2017 souverän. Mit 20 Punkten Vorsprung auf den TSV 1860 München II und sogar 25 Punkten auf den FC Bayern München II sowie der Relegation gegen den Südwest-Vertreter SV Elversberg war das sportlich eindeutig (3:0/2:2). Und so ist der Verein – der zwischen 1976 bis 1999 sogar den Sprung aus der Bezirksliga bis in die 1.Bundesliga schaffte und im Frühjahr 2000 mit einem Sieg über Bayer Leverkusen dem großen Nachbarn FC Bayern zum Meistertitel verhalf – wieder Bestandteil der Liga 3. Nachdem seit 2001 Unterhaching innerhalb von 2 Spielzeiten zweimal hintereinander abstieg, wieder in die 2.Bundesliga kam und letztendlich seit Beginn der Liga 3 dabei war bis zum Abstieg 2015 – zusammen mit RWE.

Der Verein unter Führung des Präsidenten Manfred Schwabl (ehemaliger Bayern-Spieler) – wegen der Bob-Sektion gelegentlich despektierlich auch „die Bobfahrer“ genannt – ist bekannt dafür, mit kleinen Haushalten und ausgeprägter Talentsuche Mannschaften zusammen zu stellen, die in aller Regel guten Kombinationsfußball spielt. Das bekamen in der laufenden Saison bereits der KSC (3:2/H), Fortuna Köln (2:2/H),HFC (2:1/A) und Chemnitz (4:2/H) zu spüren. Die letzten beiden Partien gingen jedoch in Lotte (1:2) sowie zu Hause gegen Großaspach (1:4) verloren. Platz 9 mit 10 Punkten und 13:17 Toren stehen zu Buche. Eine der besseren Offensiven der Liga, jedoch auch die schlechteste Defensive der Liga derzeit. Ausdruck eines unbekümmerten Spielstils und mangelnder Erfahrung – da in der Mannschaft außer Welzmüller, dem Ex-Erfurter Nicu, Bigalke und Hain nur wenige Spieler stehen, die Erfahrungen in den ersten drei deutschen Ligen haben. Zumal der Kader der Hachinger der jüngste der Liga ist.

So namenlos sie auch wirken mögen und die Randmünchener gelegentlich nicht ganz ernst genommen werden – einen Arroganzanfall oder laschen Auftritt sollte sich RWE im Heimspiel tunlichts sparen. Denn dann bekommt man von den Hachingern ganz schnell eine schmerzhafte Lektion erteilt. 18mal ist RWE bisher gegen Unterhaching angetreten – es gab 7 RWE-Siege, 3 remis und 8 Niederlagen bei 26:32-Toren. Allerdings – im Gegensatz zu früher – konnte Unterhaching in Erfurt in 7 Partien in Liga 3 noch nie gewinnen, spielte einmal remis und unterlag ansonsten meist deutlich – RWE holte da 15:3-Tore heraus. Zur Geschichte dieser Duelle gehört sicher auch der aberkannte 2:0-RWE-Heimsieg aus 2004/2005 in der 2.Bundesliga – der damals mit zum Abstieg von RWE beigetragen hat.

Selbstvertrauen sollte RWE wieder aufgebaut haben – als leidenschaftlich kämpfende Mannschaft in Aalen, im Derby und in Osnabrück. Ein Sieg gegen Unterhaching würde die bisherige Heimbilanz verbessern – wir sind auswärts derzeit wieder einmal besser als am Steigerwald. Personell rückt Möckel wieder mit in den Kader nach seiner abgessenen Rot-Sperre aus dem Paderbornspiel. Mit einem Heimsieg kann man in der Tabelle am Aufsteiger vorbeiziehen. Wie wichtig das ist, zeigen die geringen Punkteabstände der Liga. Mit einer Niederlage in Osnabrück zB. hätte man sich tabellarsich am Tabellenende eingefunden in trauter Gemeinsamkeit mit dem CFC und dem Erzrivalen. Ein einstelliger Tabellenplatz mit 12 Punkten wäre nach der Hälfte der Hinrunde schon ein Erfolg für RWE bei einem Sieg über Unterhaching. Zumal zum Abschluß der englischen Woche die schwere Auswärtsaufgabe beim Karlsruher SC ansteht.

Drei Siege in Folge sind auch wichtig für das Selbstvertrauen der Mannschaft und einen gewachsenen Reifeprozeß nach dem Kaderumbruch im Sommer. Das die Fans wieder bedingungslos hinter dem Team stehen im heimischen Steigerwald steht wohl außer Frage. Vielleicht hilft der Fakt , das man zuletzt zweimal gewonnen hat, trotz Mittwochabendspiel auch zu einer ansehnlichen Zuschauerzahl.

>Drückt also der Mannschaft die Daumen für ein weiteres Erfolgserlebnis in der Liga und füllt möglichst zahlreich das Steigerwaldstadion. Unterstützt das Team beim Ziel Klassenerhalt, die notwendigen Punkte einzufahren.

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Konzentration – Osnabrück ist Alltag und kein Derby !!

Der „Lord“ hat sich zum Derbyheld geadelt – in der 68. Minute des samstäglichen Derbys schlug er wieder einmal zu. Wie immer selten, aber wenn wie immer entscheidend. Was folgte ist grenzenlose rot-weiße Freude – erster Sieg der Saison, Abstiegsplätze … Weiterlesen

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An Himmelfahrt den zehnten Pokalsieg geholt

Rekordpokalsieger Thüringens – das ist der FC Rot-Weiß Erfurt geworden. Nach jahrelanger Durststrecke gewinnt RWE im Steigerwaldstadion zum 10.Mal den Thüringenpokal und qualifiziert sich damit für die erste Hauptrunde des DFB-Pokal in der nächsten Saison 2017/2018.

In einem umkämpften Spiel, in dem der Regionalligist Wacker Nordhausen sehr engagiert zu Werke ging und vor allem kämpferisch versuchte gegen zu halten, siegte am Ende RWE nach einem erfolgreichen Standard. Eine Disziplin, die man bei RWE in den Punktspielen eher selten erfolgreich gesehen hat. nach einem von Aydin an den langen Pfosten gezogenen Eckball wuchtete der vollkommen frei stehende Jannis Nikolaou (52.) den Ball zum entscheidenden Treffer dieses Finales in die Maschen des Nordhäuser Tores.

Über fast die volle Spielzeit gestattete RWE defensiv den Nordhäusern eine echte Torchance. Mehr ließ man gegen die Wacker – Elf nicht zu. Selbst kam nicht unbedingt zu zwingenden Tormöglichkeiten. Da musste dann eben ein Standard herbei, der erfolgreich abgeschlossen wurde.

8.800 Zuschauer verfolgten das Endspiel – davon gut 500 mitgereiste Nordhäuser. Der erfolgreiche Klassenerhalt mobilisierte also auch in der Zuschauerzahl noch einmal die RWE – Fans. Und beim Abpfiff gab es dann sogar einen friedlichen Platzsturm der überglücklichen RWE – Fans die einfach nur mit ihrem Team feiern wollten.

Nach Erreichen des Klassenerhaltes erreichte RWE damit auch sein zweites Saisonziel – den Pokalsieg. Die damit verbundenen Einnahmen helfen dem Verein deutlich weiter bei den schwierigen finanziellen Auflagen zur Erlangung der Lizenz für Liga 3. Nachdem die sportliche Vorarbeit für die neue Saison geleistet ist, steht als letzte Aufgabe jetzt der Erhalt der Lizenz an. So wie Klassenerhalt und Pokalsieg in einem Miteinander von Verein, Team und Fans errungen wurden, gilt das jetzt auch noch einmal für die Lizenz in der Aktion „Gemeinsam eins“.

Damit auch in der neuen Saison RWE für seine Fans in der 3.Liga spielen kann. Mannschaft und Trainerteam werden jetzt in Urlaub gehen. Hinter den Kulissen wird an Lizenz und dem Kader der neuen Saison geschraubt. Auf ein neues dann in 2017/2018 in der Liga und in den Pokalwettbewerben. [ron]

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Selbsthilfe ist bei Hansa Rostock angesagt !

Noch 2 Spiele in der laufenden Saison – wir stehen nach der heftigen Heimniederlage mit 1:4 gegen Jahn Regensburg sehr viel dicker im Abstiegskampf, als dem Verein insgesamt gut tut. Keine Frage – viele Fans schielen dabei auf die Tabelle sowie die Ansetzungen und Ergebnisse der unmittelbaren Konkurrenten SC Paderborn und Werder Bremen II. Und viele Fans hoffen bei den beiden restlichen Partien von RWE auf gütige Mithilfe der Spielgegner der beiden Konkurrenten im Abstiegskampf. Mittlerweile hat sich dabei auch noch der FSV Mainz II zurückgemeldet im Abstiegskampf und ebenso noch seine Chancen.

Allerdings – RWE hat es immer noch ausnahmslos in beiden verbleibenden Spielen vollkommen selbst in der Hand, das Abstiegsgespenst aus dem Steigerwald zu verbannen. Und die Ära des „Dino“ der Liga 3 fortzusetzen.

Aus vielerlei Gründen wäre das für den mentalen Zustand der Mannschaft und das noch ausstehende Pokalfinale gegen Wacker Nordhausen extrem wichtig. Eine abgestiegene Mannschaft bzw. eine Mannschaft, die sich gerade so ins Ziel gewürgt hat ohne eigenen Erfolg seit Wochen sind keine guten Voraussetzungen für das anstehende Pokalfinale nach Saisonschluss in Liga 3. Wirtschaftlich ist das Erreichen des DFB-Pokals wegen der Lizenzauflagen ein Muss.

Einen wichtigen Schritt zum Klassenerhalt kann RWE am Samstag im Rostocker Ostseestadion selbst erledigen. Sich einerseits für den desolaten Auftritt gegen Jahn Regensburg rehabilitieren und andererseits durch Erfolg wieder Mut und Zuversicht sowie Selbstvertrauen holen. Die Köpfe müssen einfach wieder nach oben in der Mannschaft und im Trainerteam. Gemeinsam mit den Fans, die ihr Augenmerk bis zum Saisonschluss erst einmal auf die volle Unterstützung der Mannschaft legen sollten. Das es nach Abschluss der Saison erheblichen Redebedarf gibt im Verein, steht wohl außer Frage

Das Rostocker Ostseestadion – 11.000 Tickets sind für das Saisonfinale der Hanseaten zu Hause bisher verkauft – ab 16.000 erreichte Zuschauer hat Hansa die Losung „Freibier für alle “ ausgerufen. Obwohl – sehr viel Grund zum Feiern beim ehemaligen Bundesligisten gibt es eigentlich auch nicht. Erneut spielte Hansa Rostock zuweilen eine schwierige und sehr inkonstante Saison wie schon die Jahre zuvor – allerdings war man nicht mehr so intensiv im Abstiegskampf verwickelt wie in den letzten 2-3 Jahren, hat rechtzeitig die Klasse gesichert. Vor 2 Jahren sah das im Saisonfinale noch ganz anders aus – erst der RWE-Heimsieg gegen die SpVvg Unterhaching am 38.Spieltag rettete Hansa Rostock die Liga. Ob man sich dessen freundlicherweise am Samstag seitens Hansa Rostock erinnern wird, darf man gern bezweifeln. Die Hanseaten werden sich sicherlich kaum Wettbewerbsverzerrung nachsagen lassen wollen und deren Spieler und Trainer dürften als Profis durchaus interessiert sein, zu verdienende Prämien für Punkte, Tore sowie Aufstellung zu verdienen.

Hansa steht aktuell auf Platz 14 mit 46 Punkten jenseits von gut und böse. Im Landespokal ist das Finale gegen den Verbandsligisten Pampow erreicht. Seitens Hansa sollte es geschafft werden, in den DFB-Pokal einzuziehen. Bei der jüngsten Auswärtsniederlage mit 1:2 beim Aufstiegskandidaten Holstein Kiel – der zweiten Niederlage in Folge – monierte Trainer Brand im Anschluss jedoch schon die seiner Meinung nach zu lasche Einstellung seiner Spieler zum Saisonschluss. Abgesehen davon, das Hansa mit den Kielern noch nie „warm“ wurde im Ligabetrieb. Eine Festung ist das gute alte Ostseestadion auch schon länger nicht mehr. Der FC Hansa weist die viertschlechteste Heimbilanz der Liga in dieser Saison auf. Aus 18 Heimspielen holte man gerade 4 Siege, 9 remis und 5 Niederlagen und 21 Punkte – da stehen RWE und Hansa leider auf Augenhöhe bei dieser Bilanz. Beide holten auswärts mehr Punkte wie zu Hause.

Das letzte Heimspiel verlor Hansa Rostock ebenfalls – nach eigener langer Führung in den letzten 10 Minuten mit 1:3 gegen den SV Wehen Wiesbaden.

Eigentlich könnte man meinen – die Aufgabe in Rostock ist für RWE machbar. Zumal die Hanseaten zu Hause in 18 Spielen auch nur 20 Tore schossen und mit stabilen Defensiven der Gegner durchaus erhebliche Probleme hatten.

Ein Erfurter Sieg in Rostock, der so viel helfen würde im Abstiegskampf, zu finden – dazu muss man allerdings auch schon fast Historiker sein. Am 21.Spieltag der letzten DDR-Oberliga-Saison 1991 gewann RWE letztmalig im Ostseestadion – mit 1:0 durch Thomas Vogel (69.). Hansa wurde letzter Oberligameister der DDR, RWE halfen diese Punkte zum Einstieg in die 2.Bundesliga, Thomas Vogel wechselte nach der Saison zum deutschen Meister 1.FC Kaiserslautern.

In Liga 3 reichte es für RWE bei 5 Auftritten lediglich zu 2 remis und 3 Niederlagen.

Personell kann Hansa Rostock aus dem Vollen schöpfen – lediglich Innenverteidiger Tommy Grupe ist schon länger verletzt. Gefährlichster Spieler der Rostocker ist der nach der Saison wechselnde Schweizer Stephan Andrist mit 11 Treffern und 4 Vorlagen. Ansonsten übt sich die Rostocker Offensive auch eher in Bescheidenheit – denn mit Gebhart (4 Tore), Quiring (4 Tore), Benyamina (4 Tore) und dem bulligen, zuweilen nicht austrainiert wirkenden Ziemer (3 Tore) flößt das nicht unbedingt Angst ein. Zumal mancher der Erwähnten auch nicht durchgängig Stammspieler in der Saison war, Gebhart und Benyamina sich zuletzt auf der Bank wieder fanden. Beachtenswert ist da eher der Ex-Preußen Münster- Spieler Amaury Bischoff, der in der Winterpause kam und vor allem ein guter Vorlagengeber ist und gefährliche Standards drauf hat. Ebenso zu beachten ist der bissige und öfter auch einmal die Grenzen der Fairness überschreitende neue Sechser der Hanseaten Denis Erdmann – der die Rostocker nach der Saison ebenfalls verlassen wird.

RWE geht in dieses über lebenswichtige Spiel mit dem Nackenschlag, das der erfahrene Sebastian Tyrala sich unter der Woche im Training verletzte und ausfällt. Auch wenn er oft gescholten wird und beim Heimspiel gegen Regensburg seine Aktie an der Niederlage mit hatte – die Art, wie er spielt, wird RWE fehlen. Die Routiniers Brückner, Möckel, Menz, Odak werden die sein, die die Mannschaft führen müssen und ihr Halt geben müssen in diesem Spiel. Dazu kommt, das Klewin, Brückner sowie Aydin (alle 4 gelbe Karten) sowie Vocaj (14 Gelbe) sich auch sehr konzentrieren müssen, keine Verwarnung zu erhalten. Eine Sperre eines oder mehrerer dieser Spieler würde die ohnehin schmale Substanz in der Mannschaft erheblich verschlechtern bei dem folgenden wichtigen Heimspiel gegen Sonnenhof Großaspach.

Für die RWE – Fans in Rostock bleibt nur die Aufgabe, das Team zu unterstützen und für die Daheimgebliebenen das Mitfiebern und Daumen drücken für die Mannschaft.

Der Mannschaft möchte man sagen – nehmt Euer Herz in Eure Hände und habt einfach den Mut, den Kampf zu machen und für Euch zu entscheiden. Dann habt Ihr Euch selbst geholfen.

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Holen wir Samstag den Kieler „Störchen“ Ostereier aus dem Nest ?

Nach dem mühseligen Pünktchensammeln der letzten Tage gegen Bremen II und Wehen Wiesbaden hat RWE nun die Chance, in 2 Heimspielen hintereinander weitere Weichen Richtung Klassenerhalt zu stellen – allerdings gegen den aktuellen Tabellenzweiten Holstein Kiel sowie gegen den Mitkonkurrenten im Abstiegskampf Preußen Münster eine Woche später auch zwei ordentliche Aufgaben vor der Brust. Zwischen beiden Spielen muss RWE am Ostermontag im Landespokalhalbfinale gegen den Verbandsligisten SC Weimar darum kämpfen, das Pokalfinale zu erreichen – als Grundlage dafür, das RWE nach 8 Jahren endlich wieder einen Pokalsieg landen könnte und sich die Teilnahme am finanziell lukrativen DFB-Pokal erarbeitet.

Es ist also sozusagen eine „Woche der Wahrheit“ für das Team – hier werden entscheidende Weichen für die Saisonziele gestellt – Klassenerhalt und Pokalsieg.

Um den Kieler „Störchen“ entscheidende Eier in das Nest zu legen und darüber hinaus das „Pokalei“ in Weimar zu finden, bedarf es seitens der Mannschaft volle Konzentration sowie einer gehörigen Portion Willen, Überwindung und Leidenschaft. Beide Spiele finden innerhalb von 48 Stunden statt.

Mit Holstein Kiel kommt ein Team ins Steigerwaldstadion, das von vielen wegen der Qualität des aufgebotenen Kaders vor der Saison bereits als ein Anwärter auf einen Aufstiegsplatz angesehen wurde. Der Verlauf vor allem der Hinrunde zeigte jedoch, das Holstein Kiel diesen Erwartungen lange Zeit in der Saison nicht gerecht wurde. Im frühen Herbst wurde sogar der Trainer gewechselt – auf Carsten Neitzel folgte der ehemalige Leverkusener Juniorentrainer Marcus Anfang. Nach schwerem Start in die Saison pendelten die „Störche“ sehr inkonstant in der Hinrunde zwischen den Plätzen 13 und 4 stets hin und her. Auch in der Rückrunde brauchte Holstein Kiel sehr lange, um in die Nähe der Aufstiegsplätze zu kommen. Zwischen Rang 4 und Rang 8 in der Tabelle war dort alles dabei. Erst am 28.Spieltag erreichten die „Störche “ erstmalig in der Saison überhaupt den dritten Tabellenplatz – den Relegationsplatz. Um ihn gleich wieder zu verlieren und auf Rang 4 zu fallen. Seit dem 31.Spieltag platzieren sich die Kieler jedoch auf zuerst Platz 3 und aktuell auf Platz 2 mit 51 Punkten – dank etlicher Patzer der Mitbewerber aus Magdeburg und Osnabrück. Bereits länger verabschiedet aus diesem Kreis haben sich der CFC und der HFC Chemie. Der VfR Aalen steht im Insolvenzverfahren und hat einen noch nicht rechtskräftigen 9-Punkte-Abzug zu erwarten, Neuling FSV Zwickau hat nach seiner unheimlichen Rückrundenserie jedoch keine Lizenz für Liga 2 beantragt. So wird es für die Kieler wohl vor allem ein Duell mit dem 1.FC Magdeburg , Neuling Jahn Regensburg – auch die kommen noch nach Erfurt – und dem VfL Osnabrück. In den entscheidenden Wochen der Drittligasaison hat sich Holstein Kiel jedoch erst einmal in Stellung gebracht.

Der Spielplan wollte es so, das am letzten Wochenende unsere beiden nächsten Gegner aufeinander trafen – und sich Kiel sowie Preußen Münster mit einem 0:0 trennten. Auffällig ist, das auch in diesem Spiel die Kieler eine fast einstündige Überzahl nicht zu einem Sieg nutzen konnten. Analog dem Hinspiel von RWE in Kiel, als nach der gelb-roten Karte von Christoph Menz gegen seine „Lieblingsschiri “ Bibiana Steinhaus auch RWE in Unterzahl trotzdem ein 0:0 holte an der Kieler Förde. Dennoch ist Holstein Kiel aktuell das beste Heimteam der Liga – was auch ihren aktuellen Platz 2 begründet. Denn auf Reisen finden die „Störche “ nicht die optimale Ausbeute an Punkten. 4 Siege, 7 remis und 5 Niederlagen bei 16:11-Toren haben einen Anteil daran, das Holstein Kiel bis fast an das Ende der Saison brauchte, um auf den Aufstiegsplätzen aufzutauchen. Allein 5 der Remis bei Auswärtsspielen beendeten die Kieler mit einem 0:0 – Duisburg, Frankfurt, Halle, Lotte und Wehen. Auch in Chemnitz und Münster gab es am Ende Punkteteilungen. Das zeugt andererseits auch von einer gewissen Abgezocktheit der Kieler, im Zweifelsfall eben dann genau diesen 1 Punkt zu ergattern. Bei Fortuna Köln, dem 1.FC Magdeburg, dem VfL Osnabrück und dem FSV Zwickau gingen sie allerdings ganz leer aus. Die Auswärtssiege holte man nur bei Kandidaten, die im Abstiegskampf stehen – Bremen II, Mainz II, Paderborn und traditionell schon bei Hansa Rostock, wo sie fast immer gewinnen und meist auch sehr deutlich.

Die Bilanz von RWE gegen Holstein Kiel ist leicht positiv für RWE – aus 13 Pflichtspielen gab es 5 Siege, 4 remis und 4 Niederlagen bei 15:15 Toren. Konnten die Kieler zu Hause in 7 Spielen nur jenes „berüchtigte “ 4:1 gegen RWE gewinnen, waren ihre Ausflüge in das Steigerwaldstadion meist von Erfolg gekrönt. In der RL Nord immer der Sieger, erzielten sie nach 2 remis und einer einzigen Niederlage (3:2 in 2014 ) in der letzten Saison wieder einen Sieg in Erfurt mit 3:1. Mit der kompakten und unangenehmen Spielanlage der „Störche“ hat RWE zu Hause so seine Probleme. Ohnehin derzeit heimschwach und offensiv wenig durchschlagskräftig, ist ein Sieg gegen Holstein Kiel schon ein größeres Unterfangen. Die Offensive ist mit dem Ex-Zweitligaspieler Fetsch (5 Tore), dem Ex-Erfurter Drexler (6 Tore), Mittelffeldspieler Lewerenz (10 Tore) sowie Außenbahnspieler Kingsley Schindler (9 Tore ) bestens besetzt. Aber auch Akteure wie Siedschlag (3 Tore), Janzer (3 Tore) und Kapitän sowie Ex-Erfurter Czichos (2 Tore) sind an der Ausbeute beteiligt. Zwetiligaerfahrene Akteure wie Hoheneder, Kohlmann, der baumlange Sechser Peitz, Dürholtz, ein Urgestein wie Patrick Herrmann und der zurück gekehrte Dominik Schmidt ( mit Bundesligaerfahrung und reichlicher Drittligaerfahrung) sorgten mit dafür, das Holstein Kiel aktuell die beste Defensive der Liga hat. Und auch offensiv gehören sie zu den Ligagrößen.

Für RWE kein Grund, unangenehme Gedanken an den Ausgang des Spieles zu verschwenden. Immer wieder betont Trainer Stefan Krämer, das in dieser sehr engen Liga jeder jeden schlagen kann. Die Optionen dafür sind nach den jüngsten Sperrungen mehrerer RWE-Akteure wieder deutlich besser – Kammlott und Tyrala stehen nach ihrer letzten Zwangspause beim SVWW wieder zur Verfügung. Ob Christoph Menz, der sich in Wiesbaden verletzte, eine Option sein wird ist vorerst fraglich wegen einer Verletzung an einer Kniesehne. Damit füllt sich auch die Bank wieder mit höherer Qualität und Trainer Krämer hat auf mehreren Positionen die Qual der Wahl. Letztlich wird man gegen den Tabellenzweiten mit viel Geduld, Kampfgeist, Elan und Einsatz anlaufen müssen, um zum Erfolg zu kommen. Dazu braucht man auch dringend offensiv größeren Mut, die Kieler vor Probleme zu stellen. Das wird ein sicherlich umkämpftes und sehr enges Spiel werden. Die Chance, gegen Holstein Kiel und in der Woche darauf gegen Preußen Münster mit der tatkräftigen Unterstützung der Fans zu Hause möglicherweise 6 Punkte einzufahren und an mindestens erforderliche 44 Punkte für den Klassenerhalt zu kommen, ist also gegeben.

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Es muss kein 6:1 wie 2003 werden bei Wehen Wiesbaden

Da wird manch RWE-Fan leuchtende Augen bekommen, wenn er sich an die Saison 2003/2004 erinnert – vollkommen überraschend gewann damals der RWE sein Auswärtsspiel beim SV Wehen auf dem Sportplatz oben im Taunus mit 6:1. Am Ende der Saison folgte der Aufstieg in die 2.Bundesliga für RWE. Der SV Wehen Wiesbaden war dann etwas später auch in der 2. Bundesliga.

Von diesen Zeiten sind aktuell beide Vereine ganz weit entfernt. Trotz neuer Stadien in beiden Städten und nun schon langem Aufenthalt in der 3.Liga vermochte es keiner der beiden Vereine seitdem, wieder in die 2.Bundesliga aufzusteigen.

Realität ist eher, das beide Vereine in einer schon länger andauernden Stagnationsphase in der zweiten Saison hintereinander gegen den Abstieg zu kämpfen haben. Besonders der SVWW war letzte Saison schon abgestiegen am letzten Spieltag – bis in der 90.+ 4. Minute bezeichnender Weise das Wehener Urgestein Alf Mintzel mit dem 3:1-Tor gegen den VfB Stuttgart II den SVWW in der Liga hielt. Bei gleicher Punktzahl mit Werder II und den Stuttgarter Kickers war es genau dieses eine Tor, das entscheidend war. Sonst hätten alle 3 Vereine die gleiche Punktzahl und die gleiche Tordifferenz gehabt – der SVWW wäre dann wegen der am wenigsten geschossenen Tore abgestiegen.

Alles sollte also besser werden in der laufenden Saison auch beim SVWW – zum Ende der Hinrunde stand man allerdings mit 2 Punkten weniger als RWE erneut auf einem Abstiegsplatz. Trainer Torsten Fröhling musste letztlich im Februar 2017 gehen – und mit dem ehemaligen Großaspacher und kurzzeitigem Bielefelder Trainer Rüdiger Rehm nahm der bereits neunte Übungsleiter seine Arbeit beim SVWW auf seit Zugehörigkeit zur Liga 3 ab 2009. In jetzt 9 Spielen unter Rüdiger Rehm erreichten die Männer aus der BRITA-Arena 5 Siege, 2 remis und 2 Niederlagen. Vor allem die bis dahin dürftige Heimbilanz des SVWW wurde stark verbessert – außer dem FSV Mainz II (0:2) gelang keiner Mannschaft mehr ein Sieg in Wiesbaden. Zwickau, Osnabrück und Münster gaben die Punkte vollständig ab. Trotzdem stehen die Wiesbadener in der Heimbilanz nur punktgleich mit RWE ganz unten in der Bilanz mit jeweils 18 Punkten. Von gewachsener Stabilität des SWW sprechen auch Auswärtssiege unter Rüdiger Rehm in Paderborn und Duisburg (jeweils 1:0) und remis bei Köln und Magdeburg (jeweils 0:0). Zuletzt gab es unter der Woche jedoch eine ziemlich kalte Dusche an der Ostsee – bei Aufstiegsanwärter Holstein Kiel setzte es ein klares 0:3.

Das wird für RWE also ein schweres Stück Arbeit in der hessischen Landeshauptstadt. Aktuell trennen beide Vereine nur 1 Punkt und ein Platz. Im Abstiegskampf stehen beide noch voll drin. Der SVWW unterlag in der Hinrunde in Erfurt mit 0:1 – als Tyrala und Menz eine einstudierte Eckballvariante mit einem Menz-Knaller zum Siegtor ausführten. Dem SVWW stehen durch Sperren 2 wichtige Spieler nicht zur Verfügung – Marc Lorenz (gelb-rot in Kiel) und Stürmer Manuel Scheffler – der ehemalige Kieler sah im Gastspiel bei seinem Ex-Verein unter der Woche seine 5. gelbe Karte. Trainer Rehm hat weitere Personalsorgen – es fehlen derzeit auch noch die beiden verletzten Stürmer Bulut und Mvibudulu sowie die Defensivspieler Nyarko, Akoto und Nothnagel.

Christoph Menz muss sich wohl für eine solche Art Siegtor wie im Hinspiel einen neuen Partner suchen – denn Tyrala und Kammlott (jeweils 5.Gelbe ) fehlen gesperrt. Vor dem Risiko einer Sperre stehen derzeit auch Klewin und Erb mit 4 gelben Karten aktuell. Menz selbst und auch Möckel sind wieder mit dabei nach abgesessenen Sperren. Die zum Teil häufigen Sperren wichtiger Spieler nach Karten sind wenig förderlich für Konstanz in der Mannschaft. Ansonsten hat RWE-Trainer Krämer die volle Auswahl und sicherlich auch einige Ideen, wie er die Mannschaft aufstellen wird , um zu einem Erfolg zu kommen. Die Bilanz in der BRITA-Arena ist für RWE deutlich ausbaufähig. In 7 Spielen in der „Blechbüchse “ von Wiesbaden siegte RWE zwar bereits 2mal – letztmals jedoch 2012. Ansonsten sammelte man in Wiesbaden darüber hinaus noch 1 Pünktchen ein in 2014 – der Rest sind zum Teil deutliche 4 Niederlagen in 7 Spielen dort.

In Anbetracht von noch 7 Spielen dieser Saison und der äußerst engen Tabelle auch am Ende kann man sich Punktverluste nicht leisten. Es steht nicht in Stein und Meißel geschrieben, das die gegenwärtig auf Abstiegsplätzen stehenden FSV Mainz II, SC Paderborn und FSV Frankfurt dort verbleiben – auch sie könnten sich noch einmal einen Ruck geben. Auf ein dramatisches Saisonfinale wie letzte Saison zwischen Werder II, Stuttgarter Kickers und dem SVWW hat in Erfurt sicher keiner wirklich Lust. Da Wiesbaden auch nicht die Entfernung ist von Erfurt, dürfte es auch gute und zahlreiche Unterstützung von den RWE-Fans geben. Sich dort akustisch durchzusetzen, wird bei den seit Jahren rückläufigen Zuschauerzahlen in Wiesbaden (derzeit im Schnitt 2500 Zuschauer) kein Problem sein. Zumal Trainer und Mannschaft immer wieder betonten, das ihnen diese Unterstützung der RWE-Fans sehr wichtig ist und sie diese auch benötigen. Bei wahrscheinlich dann wieder schönem Frühlingswetter wäre das sicher etwas für jeden RWE-Fan – ein hoffentlich erfolgreicher Ausflug nach Wiesbaden.

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Alle Neune in Duisburg ?

Im Gegensatz zum Herbst 2016 war die erneute englische Woche jetzt mit genau denselben Gegnern wie im Herbst für RWE bisher sehr effizient und ertragreich – 2:0 Tore mit 6 Punkten katapultieren den Verein auf Platz 11 der Tabelle mit aktuell 7 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Das nimmt etwas Druck vom Kessel – in dieser von Woche zu Woche mit überraschenden Ergebnissen gespickten Liga ist das jedoch alles andere als ein Ruhekissen für RWE.

Sicher werden im Fußball keine Ergebnisse ausgekegelt – aber warum sollte RWE nicht auch einmal zu denen am Spieltag gehören, die zu den vollkommen unerwarteten Ergebnissen beitragen? Das hieße dann mit Abschluss der englischen Woche in Duisburg – alle Neune für RWE. Viele denken – unrealistisch. Aber die derzeitige Situation sagt – möglich ist es.

Wenn RWE in der Liga mit ganzen 22 Toren 35 Punkte schafft, wird man in der Effizienz nur noch vom MSV Duisburg überholt. Mit 29 Toren machen die „Zebras“ erst einmal glatt 47 Punkte. 15 Spiele zu Null – dahinter kommt RWE mit 11 Spielen zu null. In insgesamt 11 Spielen spielten die „Zebras “ dabei nur 1:0 oder 0:0. Spiele mit insgesamt mehr als 2 Toren pro Partie sind bei den Duisburgern die absolute Ausnahme. Auffällig ist, das beim MSV die besten Torschützen Janjic sowie Onuegbu heißen – jedoch gerade einmal 5 Tore auf dem Konto haben.

Wer in 27 Spielen mit nur 18 Gegentreffern wie die „Zebras“ die beste Defensive der Liga stellt, hat Chancen um den Aufstieg. Jeder weiß jedoch, das genau das Frühjahr dann die entscheidende Zeit in der Meisterschaft ist – hier werden die Endplatzierungen ausgefochten. Genau hier schwächelt der MSV Duisburg seit einigen Spieltagen – in den letzten 4 Spielen nicht mehr gewonnen, zuletzt 2 Niederlagen am Stück sowie kein einziges Tor in diesen 4 Spielen geschossen. Der MSV Duisburg hat nun die Verfolger mit nur noch 2 Punkten Rückstand im Nacken.

Resultierend aus diesen Trends sitzt der größere Druck vor diesem Spiel zweifellos bei den „Zebras“ – kegelt RWE tatsächlich alle „Neune“, könnte der MSV am Wochenende seine Tabellenführung unter Umständen an den 1.FC Magdeburg verlieren. Den Meiderichern fehlt definitiv der langzeitverletzte Kapitän Brajic und Rechtsverteidiger Klotz. Ansonsten darf man erwarten, das Ex-RWE-Spieler und MSV-Trainer Ilja Gruev sein Team wie damals beim 1:0 in Erfurt umstellen wird und deutlich offensiver ausrichten wird – neben Ex-RWE-Spieler Schnellhardt im zentralen Mittelfeld darf man in der offensiven Reihe neben Janjic und Onuegbu auch die Ex-Erfurter Wiegel auf dem Flügel sowie Brandstetter im Zentrum erwarten.

RWE trifft den MSV – das ist bisher eher ein Buch voller Geschichten aus dem Kapitel „Horror vor den Zebras“. Man hat sich seit 1994 9mal getroffen – die Partie in der 2.BL in Erfurt 2004 war das größte Erfolgserlebnis für RWE – ein 0:0. Ansonsten erwies sich der Thüringer Löwe als zahnlos gegenüber den „Zebras“ – 8 Niederlagen im DFB-Pokal und in Meisterschaftsspielen.

Wird jedoch wohl der aktuellen Mannschaft und dem Trainer eher egal sein. Nachdenken muss Stefan Krämer darüber, wie er den gelbgesperrten Nikolaou ersetzt. Vocaj kommt wieder zurück in die Mannschaft. Kammlott – wird sich sicher kurzfristig entscheiden, ob er für Duisburg wieder fit ist. Man kann sich auch vorstellen, das die zuletzt etwas ungewöhnliche Aufstellung von Odak auf der Außenbahn durchaus wieder gemacht wird. Entscheidend wird für diesen Spielausgang wohl sein, wie man die Duisburger Offensive um Wiegel/Onuegbu/Janjic/Brandstetter erfolgreich am Tore erzielen hindert – dann knirscht es meistens im Getriebe des MSV.

Bangemachen gilt nicht – auch nicht vor dem Tabellenführer. Schon etliche Teams haben im Laufe der Saison im Wedau-Stadion gepunktet. Klares Ziel für das Team bleibt : 45 Punkte mindestens einsammeln, Klasse halten.

Auf denn alle nach Duisburg zur Unterstützung des Teams.

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[ronry]

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Abstiegskampf pur in Paderborn

Weichenstellung – mit Beginn der englischen Woche am Samstag in Paderborn muss RWE zeigen, in welche Richtung es geht. Das schlechte Spiel gegen den FSV Zwickau daheim zwingt die Mannschaft zum Punktgewinn in der Benteler-Arena gegen einen Gegner, den man vom Kader und den Möglichkeiten her zu Beginn der Saison eigentlich als Mitfavorit um den Aufstieg angesehen hatte.

Noch beim 3:1-Hinspielsieg in Erfurt war überhaupt nicht daran zu denken, das sich der SC Paderborn im Abstiegskampf wiederfindet. Mit einer Serie Niederlagen trudelte unser Gegner vom Samstag jedoch auf einen Abstiegsplatz – trotz Trainerwechsel vom Ex-Erfurter Spieler Rene Müller auf den Ex-Erfurter Trainer Stefan Emmerling. In der heimischen Benteler-Arena verlor der SC Paderborn teilweise überraschend etliche Punkte. Die Mannschaft brach trotz gestandener Spieler des Öfteren ein.

Für RWE ist dieses Duell – genauso wie das verlorene Heimspiel gegen den FSV Zwickau – ein echtes Überlebensspiel. Zumal innerhalb einer Woche dann noch mit dem VfL Osnabrück und dem MSV Duisburg zwei Aufstiegskandidaten auf RWE warten. In der Hinrunde absolvierten wir die englische Woche mit 0 Punkten und 1:7 Toren. Trotz der Tatsache, das man eigentlich nicht wesentlich schlechter war – jedoch weder eigene Tormöglichkeiten nutzte und stets Fehlerketten in der Defensive hatte.

Niemand gibt uns eine Chance – das ist unsere Chance. Entweder kommt jetzt von der Mannschaft das Signal, aufzustehen und selbst nach einem Gegentor nicht wieder einzubrechen und sich dem Schicksal zu ergeben und sich mit aller Macht dagegen zu stemmen. Oder die englische Woche insgesamt lässt uns auf einen Abstiegsplatz rutschen. Ein Sieg in Paderborn könnte für die Mentalität, das Selbstvertrauen und die Gesamtverfassung der Mannschaft einen enormen Schub bedeuten.

Wenig förderlich sind auch die ganzen Begleitumstände rund um den Verein. Öffentliche mediale Schlachten, die Finanzsituation und vieles andere auszublenden, dürfte auch den Spielern nicht ganz leicht fallen. Aber auch Ihnen sollte dann klar sein, das nur der sportliche Klassenerhalt dem Verein überhaupt eine Chance gibt, das es zur neuen Saison eine Lizenz gibt. Hier ist Existenzkampf angesagt – um den gesamten Verein. Das muss sportlich unterlegt sein. Das ist Aufgabe von Mannschaft und Trainer. Und seitens der treuen Fans kann es nur heißen – alle gemeinsam für das Team und das Team für die Fans.

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[ronry]

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Gegen den FSV Frankfurt – „Die Hesse komme“

0:1-Niederlage in Halle – in der derzeitigen Situation ist der Rückrundenstart gründlich daneben gegangen. Und offenbarte alte Schwächen aus der Hinrunde – unnötige Defensivfehler, harmlose Offensive der Rot-Weißen. Erneut ein Spiel aus der Kategorie – „muss man nicht verlieren“. Für RWE zeigt die Tabelle den Weg vor – eine komplizierte Rückrunde unter engen finanziellen Verhältnissen sowie ohne personelle Auffrischung des Kaders im erneuten Kampf gegen den Abstieg. Klassenerhalt – ist einzig und allein das Ziel.

Im Sommer begann die Saison schon sehr ernüchternd mit der klaren Heimniederlage gegen den HFC Chemie. Doch im darauffolgenden Auswärtsspiel beim Zweitligaabsteiger FSV Frankfurt gelang bereits der erste Saisonsieg und setzte eine Serie von 5 ungeschlagenen Spielen ein. Ein gutes Omen? Das müssen unsere Fußballer am Samstag auf dem Platz zeigen – wenn der inzwischen gefestigte FSV Frankfurt zum Rückspiel nach Erfurt kommt.

Die Hessen hatten zum Saisonbeginn durchaus erhebliche Mühen, sich in Liga 3 zurecht zu finden. Bis zum 8.Spieltag brauchten die Männer von Trainer Roland Vrabec, um überhaupt den ersten Sieg einzufahren. Ab dem Zeitpunkt unterlagen sie bis zum letzten Wochenende jedoch nur noch zweimal, sammelten Punkte und kämpften sich von den Abstiegsplätzen hinauf ins Mittelfeld – Platz 12 mit 27 Punkten belegen sie aktuell und stehen in der Tabelle damit ein Stück vor dem FC Rot-Weiß Erfurt. Den Wiederaufstieg in Liga 2 hat man am Bornheimer Hang inzwischen abgeschrieben. Zu deutlich ist derzeit der Abstand auf die Aufstiegsplätze. 17 Abgängen nach dem Abstieg stehen 21 Neuzugänge aktuell gegenüber. Aus dem neu zusammen gestellten Team hat Trainer Vrabec langsam aber sicher eine Mannschaft geformt.

Die Frankfurter sind neben dem HFC Chemie, dem VfR Aalen sowie Hansa Rostock die Remiskönige der Liga – im Zweifelsfall ist die Mannschaft in der Lage, wenigstens einen Punkt aus einer Partie mitzunehmen. Es gab bei Niederlagen stets sehr knappe Ergebnisse. Dafür ließen einige Siege aufhorchen in der Hinrunde – der erste Sieg am 8.Spieltag gegen Preußen Münster mit 4:1, ebenso das 6:0 gegen Fortuna Köln, ein 3:0 gegen den SC Paderborn. Alle Erfolge allerdings am heimischen Bornheimer Hang. Mit 18 Punkten aus 11 Spielen sind sie eines der heimstarken Mannschaften der Liga geworden.

Auswärts gehört der FSV Frankfurt allerdings eher zum Tabellenende der Liga – 9 Spiele mit 9 Punkten. Bei genauerer Betrachtung sieht man jedoch – 1 Sieg (in Lotte), nur 2 Niederlagen (in Chemnitz und bei Mainz II). Dafür 6 Unentschieden bei 7:8 Toren. Das häufigste Auswärtsresultat der Hessen lautet 1:1.

Personell hat der FSV Frankfurt in der Winterpause noch einmal nachgelegt. Maderer (zurück zu Fürth) und den nicht überzeugenden Ex-Bundesligaspieler Chihi (nach Marokko) schickte man weg. Mit Russ (aus Würzburg) verstärkte man noch einmal die Abwehr. In der Offensive ergänzte man sich mit dem afghanischen Nationalspieler Salem ( von Holstein Kiel) und dem Ex-Erfurter Morabit ( vom 1.FC Heidenheim). Dringend nötig – der bisher beste Saisontorschütze der Frankfurter, Fabian Schleusener (8 Tore) fällt bis Saisonende aus wegen eines Kreuzbandrisses, den er sich in einem Testspiel in der Winterpause zuzog.

Die Auswärtsergebnisse der Frankfurter bisher sagen eigentlich eines – irgendwie einen Punkt mitnehmen. RWE wird sich am Samstag im Heimspiel auf ein Geduldsspiel einstellen müssen, wenn man dringend erforderliche 3 Punkte erreichen will. Meist schießen die Hessen ihr Auswärtstor, um ein remis zu erreichen. Defensive Fehler in Folge wie in 5 der letzten 6 Spiele kann sich RWE einfach nicht leisten – die zu 13 Gegentreffern führten. Ebenso wenig Offensivschwächen wie in den letzten 7 Spielen mit ganzen 4 Toren für RWE und mindestens 4 Spielen, die vollkommen unnötige Niederlagen waren. Das das Samstag gegen den FSV Frankfurt ein rassiges Fußballspiel wird, darf man bei der Auswärtsschwäche der Frankfruter sowie der Heimschwäche der Rot-Weißen derzeit eher nicht vermuten. Man wünscht den Spielern von RWE wirklich einmal den Glücksmoment, wo erarbeitete Chancen auch zu Toren genutzt werden und der Kopf wieder frei wird, die Beine nicht mehr so schwer sind und das Erfolgserlebnis sie endlich wieder beflügelt. Dazu beflügelt, zu zeigen, das sie es noch können – das Fußballspielen. Dazu erhofft sich die Mannschaft berechtigterweise auch die volle Unterstützung der treuen Fans – nur gemeinsam schafft man wohl den erneuten Kraftakt des Klassenerhaltes.

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