Klassentreffen der Pokalverlierer endet 1:1

Am Samstag empfing der FC Rot-Weiß Erfurt vor rund 4200 Zuschauern, die Stuttgarter Kickers. Rot-Weiß hatte sich nach der 1:0-Pokalpleite letztes Wochenende gegen den Oberligisten aus Rudolstadt eigentlich viel vorgenommen. Einige RWE-Fangruppen hatten sich bei diesem Spiel zu einem Stimmungsboykott entschieden, um der Mannschaft zu zeigen, dass es bei keiner Leistung, auch keine Unterstützung von den Rängen gibt. Was Rot-Weiß aber zeigte, war ein Krampfspiel, mit vielen Ballverlusten. Je länger das Spiel lief, um so unsicher wurden die RWE-Spieler und die Kickers von Minute zu Minute immer sicherer im Spielaufbau, aber auch sie erarbeiteten sich kaum Chancen. So glich die erste Halbzeit eher einem Spiel Not gegen Elend, als dem eines Drittligaspieles.

Kurz nach der Pause dann der Rückstand, nach einem Foul an einem Stuttgarter verwandelte Kaiser einen nicht unhaltbaren Freistoß zum 0:1-Rückstand (50.). Jetzt hatte Stuttgart Oberwasser und drückte auf das 2:0, doch elf Minuten später wie aus dem nichts der 1:1-Ausgleich durch Kammlott (61.) – nach einem Pass von der seitlichen Strafraumgrenze durch Möhwald, brauchte Kammlott aus ca. acht Metern nur noch den Fuß hinzuhalten. Eine Viertelstunde vor Schluss hätte Carsten Kammlott beinahe den Spielverlauf auf den Kopf gestellt, als er plötzlich alleine vor dem Stuttgarter Keeper auftauchte, doch dieser konnte Kammlotts Schuss gerade noch von der Linie kratzen. Danach plätscherte das Spiel bei fast totenstille im SWS seinem Ende entgegen.

Tore:
0:1 Kaiser (50.)
1:1 Kammlott (61.)
FC Rot-Weiß Erfurt:
Klewin – Odak, Laurito, Möckel,
Czichos – Möhwald, Menz – Wiegel,
Tyrala, Aydin (46. Bukva)- Kammlott
Stuttgarter Kickers:
K. Müller – Leutenecker,
Starostzik, Stein, Gerster – Braun –
Kaiser, Halimi – G. Müller (74. Edwini-Bonsu),
Soriano (82. Badiane), Calamita (87. Engelbrecht)
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Rot-Weiß Erfurt bezwingt Fortuna Köln mit 2:1

Der FC Rot-Weiß Erfurt bezwang am Sonntag den starken Aufsteiger Fortuna Köln im heimischen Steigerwaldstadion mit 2:1 und feierte dabei den siebten Heimsieg in Folge.

Vor 5.951 Zuschauern bot Rot-Weiß Erfurt gegen gut stehende Gäste aus Köln eine engagierte Leistung. Allerdings geriet RWE nach einem Torwartfehler von Klewin in der 22. Minute in Rückstand. RWE konnte jedoch bereits fünf Minuten später ausgleichen durch Kevin Möhwald.

Nach der Pause versuchten es beide Mannschaften meistens aus der Distanz ,RWE konnte dabei mehr Chancenanteile verbuchen. Nach einem schönen Angriffszug über Odak, vollendete Wiegel mit einem Volleyschuss aus rund 16 Metern zum 2:1-Sieg in der 72.Minute.

Nach dem Sieg belegen die Rot-Weißen jetzt Platz 3 in der dicht gedrängten Tabelle. Nächsten Samstag muss RWE beim MSV Duisburg antreten.

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Tore:
0:1 Dahmani (22.), 1:1 Möhwald (27.), 2:1 Wiegel (72.)

FC Rot-Weiß Erfurt:
Klewin – Odak, Kleineheismann, Möckel, Czichos – Tyrala (76. Gohouri), Menz – Wiegel, Möhwald, Aydin (84. Kadric) – Kammlott (90.+1 Falk)

Fortuna Köln:
Poggenborg – Engelman, Uaferro, Hörnig, Pazurek – Kwame, Andersen – Dahmani (62. Marquet), Kessel (71. Oliveira Souza) – Rahn, Kraus (74. Aydogmus)

Zuschauer:
5.951

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Der nächste Dreier – RWE bezwingt Chemnitz mit 2:0

Der FC Rot-Weiß Erfurt bezwingt den Chemnitzer FC – durch die beiden Tore von Möhwald und Kadric mit 2:0.

Gleich mit dem ersten Angriff ging RWE mit 1:0 in Führung. Nach einem Pass durch Tyrala auf Möhwald, zog dieser einfach mal aus 30 Metern ab und versenkte den Ball halbrechts im Tor. Von diesem frühen Schock erholten sich die Chemnitzer in der Anfangsphase nicht so schnell. RWE drückte weiter Richtung CFC-Tor, versäumte es aber die Führung auszubauen. Erst nach einer guten halben Stunde kamen die Chemnitzer besser ins Spiel, bissen sich aber an der guten RWE-Abwehr ihre Zähne aus.

Nach dem Seitenwechsel rannten die Himmelblauen mit Wut im Bauch an und erspielten sich allmählich ein Übergewischt. Aber erst in der letzten Viertelstunde der Zweiten Halbzeit sprangen gute Möglichkeiten für die Sachsen den Ausgleich zu markieren dabei heraus, während RWE aufs Kontern setzte. In diesen letzten 15 Minuten gab es auf beiden Seiten Möglichkeiten auf ein Tor. Erst mit dem Schlusspfiff erzielt Kadric das erlösende 2:0 für Rot-Weiß.

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Tore: 1:0 Möhwald (3.), 2:0 Kadric (90.+4)

FC Rot-Weiß Erfurt: Klewin – Odak, Kleineheismann, Möckel, Czichos – Menz – Wiegel, Tyrala (80. Baumgarten), Bukva (71. Kadric) – Kammlott (62. Brandstetter), Möhwald

Chemnitzer FC: Pentke – Conrad, Röseler (84. Hansch), Endres, Poggenberg – Lais (59. Kehl-Gomez), Danneberg – Türpitz, Stenzel, Ofosu (59. Glasner) – Fink

Zuschauer: 7.439

 

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Steve Gohouri von RWE verpflichtet

Steve GohouriWie der Verein Rot-Weiß Erfurt am Samstag mitteilte, wurde der 33-Jährige Ivorer “Steve Gohouri” vorerst bis 31.12.2014 verpflichtet. Sollte sich Gohouri bei RWE bewähren, besteht die Möglichkeit einer Option auf eine Verlängerung des Vertrages.

Er war 13-facher Nationalspieler seines Landes ( dabei im Kader bei der WM 2010 ohne Einsatz ) und spielte unteranderem bei Borussia Mönchengladbach, sowie bei dem englischen Premier League-Club Wigan Athletic.

Gohouri kann bereits morgen im Thüringenpokal eingesetzt werden.

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GOOD BYE – Abschied vom alten Steigerwaldstadion

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Was für ein emotionaler und bewegender Abend – ob der noch lebende Vertreter der 54-er Meistermannschaft , die alten Haudegen der 91-er UEFA-Cup-Mannschaft oder die Vertreter der Mannschaft der 2000-er Jahre wie Dirk ” Orle ” Orlishausen, Alexander Schnetzler und “Fußballgott ” Ronny Hebestreit – alle waren gekommen, um sich mit zu verabschieden.

Was die “Erfordia Ultras ” in mühevoller und langer Vorbereitungszeit an Choreographie auf die Beine gestellt haben, war bisher einmalig für das Stadion und sensationell.

Mit Motiven aus der Geschichte des Stadions , rot-weiß geschmückten Blöcken rund um das gesamte Stadion und der Tribünenchoreo, mit einer ( genehmigten und legalen ) Pyroshow – diesen Mädels und Jungs gebührt ein dicker Dank – Chapeau – für Ihr Engagement bei der Vorbereitung und Durchführung dieses Abends.

Der letzte emotionale Höhepunkt des Abends war das ” Time to say Good bye ” und das Höhenfeuerwerk, ehe das Licht erlosch und der Vorhang fiel.

Sportlich war es ein echtes , faires Freundschaftsspiel, das mit einem gerechten 1:1 ausging und letztlich die Erfurter Fans auch unsere Gäste und deren ca 40 mitgereiste Anhänger mit viel Beifall für ihr Kommen bedachten.

P1030359 Kopie

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Endlich – der erste Auswärtsdreier

RWE gewinnt in Halle mit 2:1

Rot-Weiß Erfurt hat am Sonntag im “Ostderby” beim Halleschen FC Chemie mit 1:2 gewonnen.

Allerdings sah es in der ersten Halbzeit nicht danach aus, das RWE endlich den ersten Dreier in dieser Drittligasaison einfahren würde. Gleich mit dem ersten Angriff ging der HFC durch ein Tor von Sascha Pfeffer in Führung. Der HFC-Spieler kam über links in den Strafraum, ließ die Erfurter-Innenverteidigung stehen und kommt zum Abschluss und trifft ins rechte lange Eck.

Erfurt brauchte lange um sich von diesem frühen Schock zu erholten. Nichts klappte, viele Ballverluste im Spielaufbau, sorgten für Unsicherheit. In der ersten halben Stunde war von Erfurt nicht viel zu sehen, erst danach wurde das Spiel es etwas besser.

Zur zweiten Halbzeit stellte RWE-Trainer Kogler auf ein 4-5-1 um, um so im Mittelfeld ein Übergewicht zu erzeugen. Dieses Spielsystem hatte Erfolg. RWE wurde von Minute zu Minute stärker, kam jetzt auch zu Chancen. Mit der ersten echten Chance kam RWE auch zum Ausgleich. Czichos erkämpfte sich den Ball an der Torauslinie und spielte ihn schnell zu Tyrala, dieser stand goldrichtig und zog unhaltbar für den HFC-Keeper Kleinheider zum 1:1 ab. Jetzt kontrollierte RWE das Spiel und Halle war verunsichert, trotzdem blieb der Gastgeber bei Gegenstößen gefährlich. Nach 75 Minuten die Führung für RWE, Aydin sieht Möhwald starten und lupft den Ball zu ihm und Möhwald hat keine Probleme und aus 5 Metern einzusetzen.

Sieben Minuten vor Schluss gab es dann eine Rote Karte für HFC-Spieler Furuholm wegen Unsportlichkeit und Beleidigung. Von nun an kontrollierte RWE das Spiel und brachte so den ersten Auswärtsdreier dieser Saison über die Zeit

Alles zum Spiel könnt Ihr im Forum http://board.rwe-community.de im Spieltagsthread diskutieren.

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2:0-Sieg gegen Jahn Regensburg

Der FC Rot-Weiß Erfurt hat sein Heimspiel vor rund 5.000 Zuschauern mit 2:0 gewonnen.

Allerdings taten sich die Rot-Weißen lange schwer gegen den Tabellen achtzehnten aus Regensburg. In der ersten Halbzeit erspielten sich die Gästen leichte Feldvorteile. Nach drei Minuten tauchte ein Regensburger Spieler alleine vor Erfurts Schlussmann Klewin auf, dieser verlud den RWE-Keeper, verfehlte dann aber das Tor nur knapp. Im Gegenzug hatte RWE-Spieler Wiegel die erste Möglichkeit für Rot-Weiß. Er umspielte den Regensburger Keeper, schoss aus spitzem Winkel aufs Tor, doch ein Jahn-Spieler klärte vor der Linie (5.). Danach gab es Möglichkeiten auf beiden Seiten.

Nach einer Viertelstunde kam Regensburg immer besser ins Spiel, auch weil Erfurt im Aufbauspiel zu viele Bälle viel zu leicht verlor und auch zu Ideenlos agierte. In der 33. Minute fast die Gästeführung, Klewin unterlief eine Flanke und ein Jahn-Spieler köpfte den Ball an den linken Pfosten. Nur eine Minute später hatte Brandstetter eine Gute Möglichkeit zur RWE-Führung – er zog aus 18 Metern einfach mal ab, doch der Ball ging nur um wenige Zentimeter am Tor vorbei. Bis zur Pause gab es dann viele Ballverluste auf beiden Seiten.

Nach der Pause, zu Beginn das gleiche Spiel, mit vielen Ballverlusten auf beiden Seiten. In der 55. Minute wechselte RWE-Trainer Kogler mit Tyrala und Aydin zwei Kreativspieler ein. Wenig später die RWE-Führung. Nach einem Missverständnis in der Regensburger Abwehr lupfte Kammlott den Ball aus 15 Metern über den Jahn-Keeper Bergdorf ins Tor (59.). Von nun an hatte Rot-Weiß mehr vom Spiel. Allerdings verpasste RWE nach einem Konter Aydin und Kammlott die Vorentscheidung. In der 69. Minuten dann das überfällige 2:0. Kammlott erkämpfte sich am linken Flügel den Ball, lief in den Strafraum und hob den Ball aus elf, zwelf Metern ins rechte Eck. Von Jahn Regensburg kam jetzt nicht mehr viel, während RWE das Spiel nur noch zu verwalten brauchte.

Diskutiert mit im Rot-Weiß Erfurt Forum http://board.rwe-community.de

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Tore: 1:0 Kammlott (59.), 2:0 Kammlott (69.)
FC Rot-Weiß Erfurt
Klewin – Judt, Kleineheismann, Möckel, Czichos –
Wiegel, Menz, Möhwald (55. Tyrala), Bukva (55. Aydin) –
Kammlott (72. Baumgarten), Brandstetter
Jahn Regensburg
Bergdorf – Trettenbach, Windmüller, Kurz, Dürmeyer –
Hein, Güntner (80. Muhovic) –
Herzel, Lienhard (71. Franziskus) –
Schmid (51. Steininger), Aosman
Zuschauer: 4.983

 

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RWE-Fantalk

Vom Verein waren die Herren Rombach, Hörtnagl, Koglerund Mohren anwesend, dazu der derzeitige AR-Vorsitzende Dr.Kästner und der neue Vorstand Cevra.
Als erstes kamen dann auch gleich die Fragen zur Thematik ehemaliger Spieler/ abgegangener Spieler und Einbindung alter Spieler aus OL-Zeiten.

Rolf Rombach ging noch einmal auf die Personalie Zedi ein. Nach seiner Aussage hatte man Zedi den Co-Trainerposten zugesichert, ihm den gegeben und als Bedingung gestellt, das er bis zu einem Termin X seinen erforderlichen Schein vorlegt. Das war eine Bedingung zur Fortführung des Arbeistvertrages. Er hatte dafür 1 Jahr Zeit. Seitens Zedi ist das so nicht erfüllt worden, sondern erst später bzw nicht zur vereinbarten Frist. Daraufhin wurde entsprechend dieser Klausel der Vertrag beendet. Darüber hinaus – nach RR – gab es auch Gespräche zur Leistung als Co-Trainer. Auch dort soll es Differenzen gegeben haben.

Henry Fuchs hatte Vertrag, Zusagen vom Verein gab es zu keiner Zeit, der Vertrag endete fristgerecht. Nach Einschätzung der damals Verantwortlichen war man an einer Fortsetzung nicht interessiert.

Ronny Hebestreit hat eine Zusage des Vereines. Allerdings bezog diese sich darauf, das nach Beendigung der aktiven Laufbahn diese Sache zustande kommen soll. Nach seiner Zeit bei Meuselwitz hat Hebestreit jedoch nicht seine Laufbahn beendet, wovon man eigentlich ausgegangen war. Die Geschichte hängt nach wie vor in der Luft. Rombach schätzte ein, das zwischen ihm und Hebestreit das Verhältnis derzeit etwas gestört ist. Rombach möchte jedoch auf ihn zugehen.
Der AR-Chef Dr.Kästner warf dann noch ein, das er selbst da mit Hebestreit bzw dessen Familie am Wirken ist. Ronny Hebestreit soll in den Verein eingebunden werden.

Bezüglich alter Spieler gab Rombach zu, das es da Defizite im Verein gibt und einiges aufzuarbeiten ist, um alte Haudegen wie Heun etc mehr im Sinne des Vereines mit zu nutzen. Zum SWS-Abschiedsspiel will man da wohl erste Dinge anschieben.
Kritisch merkte er an, das zwar die alten Haudegen auch in der RWE-Traditionsmannschaft tätig sind, jedoch bisher nur wenige auch Mitglied im Verein und daraufhin auch angesprochen wurden.

Herr Hörtnagel zum Thema NPR und Engelhardt:
Aus verschiedenen Gründen – u.a. wegen dem Pokalfinale gegen Schott – hatte man mit der gesamten Mannschaft gesprochen bezüglich Verabschiedung NACH Ende der Saison und angeboten, dafür einen würdigen Rahmen zu finden bei einem entsprechenden Spiel. Damit soll die gesamte Mannschaft auch einverstanden gewesen sein.
Im Vorjahr war man für die vorherige Verabschiedung noch wegen der desolaten Pokalfinalleistung kritisiert worden.
Im Nachhinein liefen die Dinge jedoch aus dem Ruder, besonders nach der nicht erwarteten Endspielniederlage gegen J*** und der dortigen desolaten Leistung. Dazu gab es entsprechende Medienbeiträge, in denen der Verein wieder kritisiert wurde.
In Sachen NPR hatte man mit Spieler/Berater Kontakt und auch noch einmal persönlich zum Vorbereitungsspiel gegen Wacker gesprochen und das Friendly gegen QPR angeboten, der Nordhäuser Trainer wurde ebenfalls angesprochen, NPR freizustellen und sagte das zu. Letztlich sagte dann NPR ab.
Für die Zukunft will man sich Gedanken machen, wie man die Verabschiedung gestalten will, eventuell zur alten Variante zurückkehren beim letzten Heimspiel.

Zum Thema Engelhardt. Nach dem Katastrophenspiel in Jena hat zuerst die sportliche Leitung sich selbst hinterfragt, ob sie hier richtig ist und weitermacht. Mit diesem Spiel wurde letztlich die Arbeit eines ganzen Jahres eingerissen.
Ebenso stand die Lizensierung bis zur letzten Minute offen. Man konnte also auch nicht mit neuen interessierten Spielern endgültig verhandeln.
In der Analyse der Saison durch die sportlich Verantwortlichen ist man zu der Auffassung gekommen, in allen Mannschaftsteilen nachzurüsten, mehr in die Breite zu gehen, um mehr Qualität bei Ausfällen zu haben. Das war ein Manko der letzten Saison. Insbesondere Spieler im Altersbereich 22- 26 Jahre, die Erfahrungen mindestens in Liga 3 aufweisen können, waren gefragt. Auch das zentrale Mittelfeld sollte verjüngt werden, man wollte dort stabiler spielen. Dafür waren Menz und Tyrala vorgesehen.
Mit Engelhardt und seinem Berater hat man entsprechende Gespräche geführt, ihm auch angeboten, den Vertrag weiter zu erfüllen, allerdings mit der klaren Ansage, das Engelhardt dann auch mehr ins zweite Glied zurücktritt, sprich wohl öfter auf der Bank sitzen wird. Das allerdings war für Engelhardt nicht annehmbar. Daraufhin sprach man von Trennung, der Berater soll angeboten haben, Lösungen zu finden, man wollte ein paar Tage vergehen lassen und sich dann wieder zusammensetzen. Dabei ist der Eindruck entstanden, das es eine schnelle Lösung für beide Seiten gibt. Darüber – und das ist wichtig – wurde von allen parteien Stillschweigen vereinbart.
In der Folge stürzte sich jedoch die Boulevardpresse auf das Thema – ohne das der Verein bereits öffentlich tätig war.
Letztlich stellte dann Herr Mohren klar, das er als Pressesprecher (” Ich bin da nur der Bote der Nachricht ” sagte er wörtlich) nur tätig werden kann, wenn er vom Verein zu jeglichen Sachverhalten das “grüne Licht ” hat, dort öffentliche Bekanntgaben zu machen. Das war im Fall Engelhardt bis dahin nicht der Fall gewesen wegen der Stillschweigensvereinbarung und der Erwartung, das man zwischen den Parteien relativ schnell zu einer Lösung kommt.
Insofern stand letztlich der Verein gegenüber der öffentlichkeit in dem Fall in einem schlechten Licht dar, da hier unter den Umständen verzögert reagiert wurde.
Hörtnagel sprach auch davon, das es ein langer Prozeß um Engelhardt war und nicht nur das Pokalfinale eine Rolle spielte, es gab da interne Gespräche mit klaren Anforderungen an Engelhardt, die nicht immer erfüllt wurden.
Von Rombach wurde noch angefügt, das entgegen anderer Gerüchte Engelhardt seit Anfang an aus dem Etat des Vereines bezahlt wurde.

Dr.Kästner fügte dann an, das er persönlich von den Führungsspielern enttäuscht ist und das Spiel in J*** als ” Leistungsverweigerung” bezeichnete.
Auch Rombach ergänzte das, das auch er enttäuscht sei. Was ihn am meisten wurmt ist die Tatsache, das er den Eindruck hatte, das Spielern das egal war und sie anschließend in Urlaub gingen. Die Konsequenzen dieser Niederlage für den Verein vielen anscheinend nicht bewusst zu sein.

Vom User @papa wurde dann darauf hingewiesen, das jedoch die öffentliche Darstellung dieser ganzen Prozesse – besonders um Engelhardt – letztlich negativ für den Verein war.

Der neue Vorstand Alen Cevra griff dann ein und zeigte sich erstaunt über das Verhältnis Verein – regionale Medien. Als Kenner der Szene in Stuttgart sagte er, das es dort selbst in der letzten Saison so etwas nicht gab. Er habe dort andere Erfahrungen gemacht. Er will sich Gedanken machen, wie man die Medien vom Verein überzeugen kann, auch in Anbetracht der Visionen von Liga 2. Eine derartige Berichterstattung über den Verein prägt ein negatives Image, kann – er schaute auf die Sponsorentafel – auch weniger Sponsoren bedeuten. Die Anzahl der Sponsoren sei überschaubar, das sehe woanders besser aus.
Alen Cevra teilte ebenfalls mit, das er kein reines Logistikunternehmen mehr sei, sondern mittlererweile ein Unternehmen der Automobilzulieferindustrie. Seine Firmenpage wird überarbeitet, RWE wird demnächst dort auftauchen.
Kontakt zu den “schwäbischen ” RWE-Fans kann er sich vorstellen und auch gemeinsame Spielbesuche. Man kann ihn in der Richtung gern kontaktieren.

Ferner teilte er mit, das er sein Engagement beim VfB Stuttgart komplett beenden wird und sich nur noch bei RWE engagieren wird.

Dr. Kästner meinte, man müsse dahinkommen, schneller zu kommunizieren als Zb Bild.
Dem wurde jedoch entgegengehalten von Herrn Mohren, das zb nach der Auflösungsvereinbarung mit Engelhardt ca 10 Minuten später – nachdem dieser das Büro verlassen hatte – bereits bei Bild Thüringen Facebook stand “Auflösung für 80 000 ” und man sich schon fragt, was da läuft.
Herr Rombach ergänzte dann noch, das es häufig genug der Fall ist, das besonders die Boulevardpresse zu diversen Spielern Summen ins Spiel bringt, die definitiv nicht der Realität entsprechen.

Insgesamt wurden diverse Medien schon als sachlich/kritisch/objektiv eingeschätzt. Zur Frage BILD kam auch die Auffassung, das diverse Themen auch durch die Fans gespeist werden – indem diverse Schreiber alles von RWE durchforsten, sich auch Dinge herausziehen, als Themen in provokanter Form bringen, sich dann entspannt zurücklehnen und auf die Reaktion warten.

Zur Frage der Kampagne ” Stallgeruch” führte Alfred Hörtnagl folgendes aus:
Diese ist keineswegs eingestellt. Ganzheitliche Ausbildung junger Spieler im zertifizierten Nachwuchsleistungszentrum bleibt die Linie. Rwe lebt von jungen Spielern. Eigentlich ist zu wenig Geld für den Nachwuchs da, gemessen am Budget wird ein hoher Teil für den Nachwuchs ausgegeben.
Derzeit ist wegen der beschränkten Mittel ein junger Mann in Erfurt und der Region als Scout unterwegs, der das sehr engagiert macht.
Eine Rolle spielt auch die unterschiedliche Qualität der Jahrgänge, gerade die 93-/94-er Jahrgänge waren da sehr gut.
Bei stockender Entwicklung der Spieler geht man dann auch den Weg der Leihe /Abgabe mit Vorkaufoption. Nicht jeder Spieler eines Jahrganges wird oben ankommen. Wenn es pro Jahrgang 1-2 Spieler in den Kader der Ersten schaffen, wäre das nicht schlecht.
Man hat 33 Internatsplätze derzeit anzubieten plus 12 in einer angemieteten Immobilie.Man will gut ausbilden und darüber sportlich gut sein, nicht nur rein verkaufen.
Derzeit dürfen Spieler wie Packheiser, Kadric und Thure Ilgner (A-Junioren) verstärkt im Kader der Ersten mitmachen.
Ausserdem ist es wichtig, das die jungen Spieler nicht gehypt werden und auf dem Boden bleiben.

Walter Kogler dazu:
6-8 Spieler benötigt man zum Auffüllen des Kaders, nicht alle werden das schaffen. Diese Entscheidungen werden unabhängig von Medien etc getroffen im sportlichen Bereich.

Mit der Saison ist er bisher bedingt zufrieden, man müsste eigentlich 2-4 Punkte mehr haben ( Hansa; Münster). Auswärtsspiele müssen gewonnen werden, um Konstanz in der Saison zu zeigen.
Zur Kritik an Klewin – man kennt seine Schwächen, arbeitet mit ihm daran ( Schnelligkeit der Abschlagsausführung/Genauigkeit)
Taktisch ist der Kader auf 4-4-2 zusammengestellt, situationsbedingt spielt man natürlich manchmal auch anders, wird auch taktisch einiges probiert, um offensiver zu spielen.
Laurito ist derzeit noch in der Reha.

Da man zwischenzeitlich in der Diskussion immer wieder auf den Pokal kam, führte Alfred Hörtnagel noch aus, das es bezüglich der Kosten im Pokal zukünftig Veränderungen in Thüringen geben soll. Der TFV sei bundesweit der einzige Verband, bei dem bisher die großen Vereine im Landespokal bis zum Finale leer ausgehen. Aktuell sollen jetzt die Einnahmen 60:40 geteilt werden zu Gunsten des Gastgebers. Im Finale wohl 50% TFV, der rest wird aufgeteilt zwischen den Finalisten.

Rolf Rombach sprach noch einmal zur Lizenz. Diese ist lediglich der Nachweis, das der Verein liquide Mittel zur Bestreitung der Saison hat.
Alte Schulden gibt es nach wie vor aus der Zeit vor und um 2004, die der Verein mitschleppt. In dem Zusammenhang merkte er an, das die Gründung einer Spielbetriebs-GmbH unter diesen Voraussetzungen utopisch ist.
Das Geld kommt zum Großteil aus Zuschauern/Sponsoren/Fernsehgeldern – derzeit reicht das nicht. Der Verein benötigt Transfererlöse und hat Gönner, um entstandene Löcer zu stopfen. Mit dem Etat liegt RWE im unteren Drittel von Liga 3.
Man benötigt etwa 3 Millionen an Sponsorengeldern, um eine schwarze “Null” zu schreiben. Derzeit akquiriert man 2,6 Millionen (ich glaube 2001 lt Herrn Goss noch 2,1 Millionen). Man hat ganz neue Sponsoren gewonnen und durchaus weitere Dinge in Arbeit, um das breiter aufzustellen.

Die meisten Sponsorengelder sind cash, ein kleinerer Teil Sachleistungen.
Man benötigt zur weiteren Steigerung auch verbesserte Rahmenbedingungen. Gleichzeitig müssen auch Alt-Verbindlichkeiten weiter abgebaut werden.
Zur Frage des Ligasponsors bewegt sich weiterhin nichts beim DFB. Die ehemalige Initiave der Vereine ( im Gespräch war Gründung eines Ligaverbandes a la DFL) ist zerplatzt. Beim DFB setzt nur langsam ein Umdenken ein. Er kritisierte, das sich seitens des DFB bei Spielen von Liga 3 so gut wie nie DFB-Vertreter sehen lassen. Es sei hefitg, das für das “Premiumprodukt ” kein Ligasponsor gefunden wird und seit Jahren nichts passiert, im Gegenzug der DFB einen Fonds für mittellose ehemalige Nationalspieler einrichtet.
Mittlererweile treffen sich die Ostvereine regelmässig, neuerdings sei ein DFB-Vertreter dabei.

Autor: ronry
(http://board.rwe-community.de/User-ronry)

Forum: rwe-community.de
http://board.RWE-community.de

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Abschiedsspiel für das Steigerwaldstadion

Mehr Informationen über das Spiel FC Rot-Weiß Erfurt gegen den FC Groningen (08.10.2014, 19:30 Uhr), findet Ihr auf der Homepage www.rot-weiss-erfurt.de oder im Forum http://board.rwe-community.de.

 

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RWE mit 3:2-Arbeitssieg gegen die Störche

Der FC Rot-Weiß Erfurt hat gegen Holstein Kiel vor rund 4.700 Zuschauern mit 3:2 gewonnen.
Bei strömendem Regen gingen die Kieler Mitte der ersten Halbzeit durch einem Foulelfmeter mit 0:1 in Führung (27.). Nur zwei Minuten später glich RWE durch einen Kopfballtreffer von Simon Brandstetter nach einer Ecke aus. Das 1:1 war auch gleich der Pausenstand.
Zur zweiten Halbzeit blieb der “angeschlagene” Bukva in der Kabine, für ihn kam der erst vor wenigen Tagen verpflichtete Aydin und ca. 10 Minuten später wechselte Trainer Walter Kogler, den Stürmer Carsten Kammlott für Tyrala ein und stellte so auf zwei Spitzen um, um so für mehr Druck nach vorn zu sorgen. Doch es sollte bis zur 69. Minute dauern bis die RWE-Fans jubeln durften. Wieder nach einem Eckball, diesmal Aydin, der genau auf Möckel flankte, welche den Ball zur 2:1 Führung für Rot-Weiß Erfurt köpfte.
Nach einer Schlafeinlage der RWE-Hintermannschaft glichen die Störche nach einem Flachschuss vom 16er in der 75. Minute aus. Nur zwei Minuten Später verwandelte Möhwald  einen aus rund 30 Metern direkt geschossenen Freistoß ins lange Ecke zur 3:2-RWE-Führung, welche RWE nun bis zum Spielende über die Zeit brachte.
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Tore: 0:1 Kazior (27./Elfmeter), 1:1 Brandstetter (29.), 2:1 Möckel (69.), 2:2 Schäffler (75.), 3:2 Möhwald (77.)

Rot-Weiß Erfurt: Klewin – Judt, Kleineheismann, Möckel, Czichos – Menz – Wiegel, Möhwald, Tyrala (53. Kammlott), Bukva (46. Aydin) – Brandstetter (81. Baumgarten)

Holstein Kiel:
Kronholm – Herrmann, Gebers, Wahl, Kohlmann (52. Schäffler) – Siedschlag, Vendelbo, Kegel, Breitkreuz (79. Sykora) – Kazior (79. Lindner), Heider

Zuschauer 4.673

Bild RWE-Community

Collage vom Spiel RWE gegen Kiel (3:2)

Mehr über das Spiel, hier bei uns im RWE-Forum http://board.rwe-community.de

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Rot-Weiß verpflichtet Okan Aydin und löst Vertrag mit Marco Engelhardt auf

Der FC Rot-Weiß hat heute den 20jährigen Mittelfeldspieler Okan Aydin vom türkischen Erstligisten Eskisehirspor unter Vertrag genommen. Aydin kommt ablösefrei an den Steigerwald und erhält beim RWE einen Vertrag bis Saisonende mit der Option für zwei weitere Spielzeiten.

Desweiteren wurde heute der Spielervertrag zwischen Rot-Weiß Erfurt und Mittelfeldspieler Marco Engelhardt einvernehmlich aufgelöst. Beide Parteien haben dabei über den Inhalt der Auflösungsvereinbarung und über vergangene Sachverhalte des Dienstverhältnisses Stillschweigen vereinbart.

Weitere Informationen könnt Ihr aus dem Forum http://board.rwe-community.de entnehmen und darüber diskutieren.

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Die “Causa ” Engelhardt

Erwartungsfroh starteten Verein und Anhänger in die neue Saison – nach durchwachsenem Beginn mit beständig besseren fussballerischen Darbietungen durchaus ansehenswert – besonders die Spiele gegen Dynamo Dresden und Preussen Münster. Taktisch und spielerisch wurden hier Entwicklungen bestätigt und ein kompaktes Team demonstriert. Umso ärgerlicher ist es, das im Falle des Spielers Marco Engelhardt die Gemüter immer wieder zum Kochen kommen.

Im Januar 2012 stieß der Ex-Erfurter nach Jahren der Höherklassigkeit und einer guten Karriere zurück zu seinem Heimatverein. Nach Erkrankung und Vereinslosigkeit bekam er hier die Chance, wieder Fußball zu spielen unter dem damaligen Trainer Emmerling. Viele Fans verbanden damit hohe Erwartungen an den Spieler Marco Engelhardt. Er hat lange gebraucht nach seiner Rückkehr, um wieder an alte Leistungen anzuknüpfen. Besonders in der Saison 2013/2014 – nach der Geburt seines Kindes – drehte er regelmäßig auf. Vergessen darf man jedoch nicht, das er in entscheidenden Spielen in genau derselben Saison sich leider auch vom Rest der Mannschaft anstecken ließ und bei teilweise herben und beschämenden Niederlagen genau so mit unter ging. Es bleibt eine Widersprüchlichkeit in der Bewertung des Spielers Marco Engelhardt in den sportlichen Leistungen der letzten 2 1/2 Jahre genauso wie in der Erwartung, das er als erfahrener Spieler eine “Leader”funktion ausübt. Man darf dem verantwortlichen Sportvorstand Hörtnagl, seinem Manager Traub und seinem Trainerteam sicherlich zugestehen, das man sich in Vorbereitung der neuen Saison Gedanken um den Kader macht. Diese Crew hat eine klare Zielstellung und Vorgabe von der Vereinsführung – im Rahmen der – im Vergleich zu Engelhardts Verpflichtung – weit später ausgerufenen “Mission 2016 ” – dem Aufstieg in die 2.Bundesliga zum 50-jährigen Vereinsjubiläum und Eröffnung des umgebauten Stadions. Das diese dafür zuallererst zuständige Crew von Sportvorstand, Manager und Trainer daran gemessen wird, steht außer Frage. Außer Frage steht auch, das sie sich über 2-3 Jahre im Voraus mit der Entwicklung der Mannschaft beschäftigen muss – ein Team zu formen, das Ansprüche an die Spitze in Liga 3 bestätigt und den Willen hat, dieses sportliche Ziel zu erreichen.

Letztlich – das ist auch in anderen Vereinen keinesfalls anders – führt das auch zu unpopulären Personalentscheidungen. Im Falle Marco Engelhardt war man wohl der Meinung, das jüngere Spieler mit gleichem Potential mit Blick auf die Zielstellung mehr weiterhelfen. Das ist das gute Recht der Verantwortlichen, das so zu sehen. Zumal Hörtnagl mehrfach unmissverständlich sagte, das Spieler mit Potential, die jünger sind, bei ihm den Vorzug erhalten. Das er als Sportvorstand mit dieser Zielstellung auch keine Rücksicht auf “Denkmäler ” nimmt, erschließt sich in dem Zusammenhang ebenfalls. Andererseits – auch im Profifussball sollte es – wie in jeder Firma – zwischen Leitung und Angestellten ein “Betriebsklima ” geben. Soziale Kompetenz ist dabei meines Erachtens von Nöten. Wenn man zu Marco Engelhardt solch eine Entscheidung fällt, gehört zur sozialen Kompetenz die Betrachtung des Spielers. Alter, familiäre Verhältnisse, Vermittelbarkeit in andere Vertragsverhältnisse, Lebensplanung des Spielers, die finanzielle Sicherstellung.

Die Umstände, unter denen man sich von Marco Engelhardt getrennt hat, bleiben unklar. Beide Parteien haben Stillschweigen vereinbart. Einzig die Boulevardpresse wollte in ihren Kolportierungen immer wieder Einzelheiten wissen, deren Verbreitung lediglich Unfrieden und Misstimmung im Verhältnis von Mitgliedern und Fans zur Vereinsführung brachten. Fragen bleiben trotzdem offen. Man gönnt Marco Engelhardt am Ende seiner Karriere einen gut dotierten “Rentenvertrag”. Man darf auch dem Verein zugestehen, das er nach Jahren des wiederkehrenden Mittelmasses klare Vorgaben macht und ehrgeizige sportliche Ziele anstrebt – und sich dafür das kickende Personal sucht. Offen bleibt die Frage, ob es nicht ein fairer Umgang miteinander gewesen wäre, unmittelbar nach der Saisonanalyse und vor Beginn der Vorbereitung mit dem Spieler Marco Engelhardt und seinem Berater Klartext zu reden – das man nicht mehr mit ihm plant und er die Erlaubnis erhält, sich einen neuen Verein zu suchen. Warum tut man dies während der laufenden Vorbereitung, die er zum Teil noch mitbestritten hat? Offen bleibt die Frage, warum man mit ihm nicht darüber gesprochen hat, den noch 1 Jahr laufenden Vertrag fristgerecht zu erfüllen von beiden Seiten – und Engelhardt sportlich ins zweite Glied als Standby-Profi getreten wäre , gleichzeitig sich auf eine neue berufliche Herausforderung nach der Karriere hätte vorbereiten können.

Offen bleibt die Frage, warum es zwischen beiden Parteien nach Wochen des bekannten Status Quo immer noch keine Einigung gibt. Man fragt sich, ob beiden Parteien eigentlich klar ist, welche Demontage ihres Ansehens sie eigentlich öffentlich betreiben. In der Öffentlichkeit kommt der Eindruck an, das es dem Verein um eingespartes Geld in Größenordnungen geht. Bis zu dem Punkt, an dem die Öffentlichkeit von ” schäbig ” gegenüber einem verdienten Spieler spricht – der dem Verein einstmals eine stolze Ablösesumme einbrachte. Die Partei Engelhardt ist bei dem Ganzen jedoch genauso betroffen, wenn sie – was öffentlich eben nicht bekannt ist – ohne Wissen und ohne Genehmigung des Vereines RWE Verhandlungen mit einem anderen Verein aufgenommen haben sollte. Das widerspricht in der Tat den bekannten Regularien der Fussballverbände und wäre in der Tat ein Affront gegenüber dem bestehenden Vertragspartner. Andererseits stellt sich dann schon die Frage, wie man sich in ” konstruktiven ” Gesprächen befinden kann zur einvernehmlichen Vertragsauflösung und nicht wissen will bei den Verantwortlichen von RWE, das Marco Engelhardt mit dem HFC Chemie verhandelt. Die Gerüchte darüber und auch Presseartikel darüber gibt es bereits seit gut einer Woche und nicht erst seit gestern. Offen bleibt auch die Frage, ob Marco Engelhardt und sein Berater hinter dem Rücken des Vereines in Halle verhandelt haben, um den Verein RWE unter Zugzwang zu setzen und die Interessen ihrer Seite durchzusetzen, was das Finanzielle betrifft. Letztlich – wie die Dinge bisher gelaufen sind – wird keiner von beiden Seiten an dieser bisherigen Situation gewinnen. Die Beschädigung des Ansehens von Spieler und Verein ist nachhaltig, wenn man weiter so miteinander umgeht. Im Interesse beider Parteien kann es eigentlich nur eine Lösung geben – setzt Euch SOFORT zusammen und klärt die Sachlage sauber, im Interesse von Spieler und Verein.

Wenige Stunden vor Ende der Transferfrist haben sich der Verein Rot-Weiß Erfurt und der Spieler Marco Engelhardt doch einigen können – der Vertrag wurde einvernehmlich zwischen beiden Seiten aufgelöst. Über die vertraglichen Details wurde stillschweigen vereinbart. Marco Engelhardt wechselt zum Ligakonkurrent aus Halle. Somit dürft jetzt einer Verpflichtung von Öztürk nichts mehr im Wege stehen. Im Forum http://board.rwe-community.de könnt ihr Euch informieren und austauschen

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